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Ein Ekel

 

Ich rauch eine Menge,

trink manchmal ein Bier,

überhaupt hab ich Laster -

die gönne ich mir.

 

Ich ess´ soviel reingeht,

sogar mit Gewalt,

denn wenn nichts mehr da ist -

ist sowieso halt.

 

Ich schlafe recht viel,

ich arbeite wenig,

ich liebe das Spiel -

und auch die Polemik.

 

Ich stänkere gerne,

ich rede auch viel -

und schieße auch dabei

schon mal übers Ziel.

 

Ich lache auch herzlich,

nicht nur dann und wann,

schadenfroh bin ich -

so oft ich es kann.

 

Ich hasse das Lügen,

das bringt nur Verdruß,

ich verbieg´ nur die Wahrheit -

wo immer ich muß.

 

Ich bin meistens maßlos,

geht es ums Genießen,

vom Mühen und Plagen,

da will ich nichts wissen.

 

Ich liebe das Schöne,

ich liebe das Gute,

und auch das Bequeme,

zu jeder Minute.

 

Ich bin ein Ekel,

das wird mir jetzt klar,

vom Kopf bis zum Fuß,

mit Haut und mit Haar.

 

Doch lieber ein Ekel,

das die Tage verpennt,

als ein fleißiger Nörgler,

der sich selbst nichts vergönnt.