GruppenfotoAm frühen Samstagmorgen startete der Bus der Hohenfelser Wanderer unter Leitung von Werner Zewe Richtung Partnergemeinde Strašice. Treffpunkt war der Gasthof "Zur Post", in dem Bürgermeister Jiří Hahner und die Vorsitzende des Strašicer Partnerschaftskommitees Pavla Hrazdilová die Hohenfelser Gäste begrüßte. Stellvertretende Bürgermeisterin Eva Buchová, Ratsmitglied Jiří Kantor und Dolmetscherin Jana Trávníková komplettieren das Empfangskomittee. Werner Zewe bedankte sich für die Einladung und überreichte mit Ludwig Rödl als kleines Dankeschön einen Geschenkkorb. Dann gab es zur Stärkung vor der Wanderung einen kleinen Imbiss.

 
Danach fuhren wir mit dem Sammüller-Bus weiter über Horovice an Neřežin vorbei Richtung Burg Valdek. An der Grenze zum Naturschutzgebiet mussten wir den Bus verlassen und zu Fuß leicht bergauf zur Ruine der ehemaligen Burg Valdek gehen. Valdeck ist eine klassische gotische Burg mit einem dominierenden freistehenden 18 Meter hohen Rundturm. Das Schloss der mächtigen und bedeutsamen Familie Buzić stand an dem wichtigen Handelsweg von Nürnberg nach Prag. Wenn man an dem Rundturm Richtung Süden geht, steht man einem früheren zweigeschossigen Gebäude gegenüber. Im Untergeschoss befanden sich die Stallungen und oben die Wohnräume der Famillie. Der Zugang im westlichen Bereich war früher mit einer Zugbrücke gesichert, über den gewaltige Burggraben erreichten wir das Burgtor.
 
Danach führte uns der Weg nach Krejčovka. Hier stand an der Kreuzung ein typisches Böhmerwaldhaus. Jiří Kantor, der die Tour vorbereitet hatte, verteilte zur Stärkung eine Runde Pflaumenschnaps an die Wanderer. Dann erklärte Jiri Kantor den Standort und Jana übersetzte. Das als Brdy bezeichnete Gebiet wurde nach dem Weltkrieg von den russischen Armee als Übungsplatz genutzt. Das Gebiet der Ortschaft Hrachovište wurde 1952 in die Fläche des Truppenübungsplatzes einverleibt. In der Mitte des 20. Jahrhunderts lebten dort etwa 51 Einwohnner. Unmittelbar danach kamen die Baumaschinen und bis auf eine Scheune und die Quelle verschwand der Ort. Die Fauna und Flora konnte sich hier ungestört entwickeln. Neben seltenen Pflanzen können Wanderer auch die in Europa seltene Gelbbauchunke beobachten.
 
Die letzte Station war die St.-Barbara-Mine. Der Eisenerzabbau in dieser Gegend wurde bereits 1463 erwähnt. Die Bergarbeiter gruben hier schon bis zu einer Tiefe von 72 Metern und förderten vor allem Zinnober zutage, aus dem Quecksilber gewonnen wurde. Bei der Verarbeitung des Zinnobers wurden die gefährlichen Quecksilberdämpfe freigesetzt. Deshalb endete der Abbau schon im 19. Jahrhundert und aus Sicherheitsgründen wurde die Mine zur Hälfte geflutet und die Zugänge durch Sicherheitszäune versperrt. Am Parkplatz in Neřežin endete die herrliche Wanderung durch die unberührte Natur des Brdy. Mit dem Bus fuhren wir zurück nach Komarov zum gemeinsamen Abschlussessen. Damit klang der gelungene dritte Wandertagsausflug aus und es hieß wieder Abschied nehmen.