Maria-Hilf-Kirche in AmbergSpätestens um das Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli ist es mit der Beschaulichkeit hoch über der Stadt Amberg vorbei. Tausende von Pilger strömen dann auf den Berg. Die zehn Amberger Traditionsbrauereien sind dabei genauso vertreten wie unterschiedlichste Gaumenfreuden. Während der Bergfestzeit ist der Vorplatz der Kirche, der durch eine monumentale dreiseitige Treppenanlage und einem Freialtar geprägt ist, Hauptschauplatz des Wallfahrtsgeschehens. Den Trubel hinter sich lassend, kann der Pilger dann in der Kirche vor dem Gnadenbild der Gottesmutter seine Anliegen vorbringen, eine fromme Bitte "Maria hilf!" auf den Lippen.
 
 
Der Ursprung der Wallfahrt auf den Maria-Hilf-Berg, die zu einer der größten in ganz Bayern zählt, war eine verheerende Pestepidemie in Amberg während des Dreißigjährigen Krieges. Auf Rat von Pater Caspar Hell SJ, der Rektor des Amberger Jesuiten-Gymnasiums war, gelobten die Bürger der Gottesmutter bei einem Ende der tödlichen Seuche eine Kapelle zu stiften. Die Fassade der Wallfahrtskirche Mariahilf, die von 1696 bis 1702 erbaut wurde, der Turm folgte erst 1726.
 
Seit vielen Jahrzehnten ist es Tradition, dass die Hohenfelser Gläubigen zum Maria-Hilf-Berg pilgern. 2017 war die Fußwallfahrt nach Amberg mangels Interesse ausgefallen. Auf Anregung des Pfarrgemeinderats soll die Wallfahrt als Buswallfahrt stattfinden, damit die uralte Hohenfelser Tradition erhalten bleibt. So konnten auch ältere Pfarrangehörige mitfahren. Pfarrer Paul Gnalian feierte mit den Gläubigen aus Hohenfels in der barocken Wallfahrtskirchee Maria Hilf den festlichen Wallfahrtsgottesdienst. Anschließend gab es das obligatorische Gruppenbild.