Fronleichnam 2018An Fronleichnam - dem Hochfest des Leibes und Blutes Christi - feiern die Katholiken ihren Glauben an die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie. Während die Kirchen der Reformation davon ausgehen, dass Christus nur im Augenblick des Empfangs (Kommunion) in den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig ist, ist es die Überzeugung der katholischen Kirche, dass diese Gegenwart über die Eucharistiefeier hinausreicht.
 
Der eigentliche Einsetzungstag der Eucharistie ist der Gründonnerstag. Aber weil der ernste Charakter der Karwoche ein besonderes Fest nicht zulässt, wurde die äußere Feier auf diesen Tag verlegt. Seit dem 13. Jahrhundert wird als sichtbares Zeichen für den Glauben an die Gegenwart Christi das eucharistische Brot (Hostie) in einem Schaugefäß, der Monstranz, durch die Straßen getragen.
 
Bischof Robert von Lüttich führte aufgrund der Visionen der Augustinernonne und Mystikerin Juliane das Fest 1246 in seiner Diözese ein. Papst Urban IV. legte 1264 fest, Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten zu feiern. Papst Johannes XXII. sorgte 1317 dafür, dass das Fest in der ganzen abendländischen Kirche gegangen wird. Die erste Fronleichnamsprozession wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Köln gehalten. Das Wort „Fronleichnam“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen: „fron“ heißt „Herr“ und „lichnam“ meint den "lebendigen Leib".
 
Den Auftakt diese Festtages bildete in der Pfarrei St. Ulrich in Hohenfels der Kirchenzug aller Vereine mit der Kolping-Jugendblaskapelle sowie das wuchtige Glockengeläute unserer Pfarrkirche.
Pfarrer Pater Paul Gnalian zelebrierte den Festgottesdienst und machte deutlich, "dass wir an Fronleichnam die Gegenwart Gottes besonders feierlich begehen!" Gesanglich gestaltet wurde das Festamt mit deutschen Gemeinde- und Chorgesängen.
 
Im Anschluss daran wurde vom Ortsgeistlichen der "Leib des Herrn" in der großen Monstranz durch die Straßen getragen. Betend und singend zogen bei hochsommerliche Hitze alle Vereine mit ihren Fahnen, die Kolping-Jugendblaskapelle, der gemischte Chor, die zahlreichen Ministrantinnen und Ministranten, Kommunionkinder, der Marktgemeinderat mit seinem Bürgermeister Bernhard Graf sowie zahlreiche Gläubige durch den Markt Hohenfels. Die Prozessionsweg war mit Fahnen, roten Tüchern, Blumenteppichen (erstellt vom Frauenbund), Heiligenfiguren sowie mit Birkengrün geschmückt. An den vier Altären wurde Station gemacht und dabei in besinnlichen Gedanken, Evangelium, Lobpreis und Fürbittgebet über die Kirche und alle Gläubigen, über Menschen in den verschiedenen Lebenssituationen, über die Gesellschaft, die Schöpfung und den Staat sowie über den Ort und seine Bewohner gedacht. Priester, Chor, Kantor sowie Lektorin und Lektor sorgten für die Gestaltung. An jedem Altar erteilte Pfarrer Gnalian mit der Monstranz den feierlichen Segen in alle vier Windrichtungen, nachdem dem Chor das "Tantum ergo" gesungen hatte. Den festlichen Abschluss der Fronleichnamsprozession bildeten in der Pfarrkirche das Versikel und die Oration, der sakramentale Schlusssegen sowie das "Te Deum, laudamus" - "Großer Gott, wir loben dich." Pfarrer Gnalian dankte allen von Herzen für die großartige Teilnahme und sprach den Familien Rödl, Bogner, Stadlmeier und Vogl hohe Anerkennung für die Errichtung der schönen Fronleichnamsaltäre aus. Danach traf man sich beim Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr Hohenfels zum Frühschoppen und gemeinsamen Mittagessen.