AbendmahlsfeierWer als Christ "richtig" Ostern feiern will, der geht natürlich in die Kirche, und zwar – um den vollen Sinn des Festes mitzuerleben – ganze drei Mal: Am Gründonnerstag, am Karfreitag und in der Nacht zum Ostersonntag. Zum "Triduum Sacrum“ gehören alle drei Kirchgänge zusammen und bilden einen einzigen Gottesdienst. Dahinter steht die Überzeugung, dass Leiden, Tod und Auferstehung Christi in ihrer Bedeutung nicht voneinander zu trennen sind. Die Frage, welcher Feiertag der höchste ist – Karfreitag oder Ostersonntag – ist gegenstandslos, denn die Kreuzigung ergibt ohne Auferstehung keinen Sinn und die Auferstehung ist nicht ohne Kreuzigung denkbar.
 
Am Gründonnerstagabend feierten die Gläubigen in der Hohenfelser Pfarrkirche das „Letzte Abendmahl Jesu“ mit der Einsetzung der Eucharistie. Nach dem letzten Erklingen beim feierlichen Gloria schweigen die Glocken, desgleichen die Orgel und andere Musikinstrumente bis zur Osternacht. Am Ende der Messfeier wurden von Pfarrer Paul Gnalian die für die Kommunion am Karfreitag konsekrierten Hostien feierlich in einer Prozession an den Gegeißelten-Heiland-Altar überführt. Der Schlusssegen entfiel und alle Altartücher wurden weggenommen, die Kreuze entfernt oder verhüllt, ebenso jeder Schmuck. Die Abendmahlsfeier und die anschließende Betstunde gestaltete der Frauenbundsingkreis unter Leitung von Claudia Fischer.
 
Bis zur Osternacht übernahmen die Ministrant(inn)en Marie Bruckbauer, Maximilian Graf, Emily Greller, Janina Härtl, Lena Laßleben, Luca Laßleben, Elena Meier, Alexandra Reindl, Lena Ring, Manuel Schmidt und Marco Schmidt mit ihren hölzernen Ratsch’n die Funktion der Kirchenglocken.
 
Am Karfreitag fand der Gottesdienst um die neunte Stunde (15 Uhr), zu Jesu Todesstunde statt. Die Hauptelemente der Karfreitagsliturgie bilden der Passionsbericht, die Kreuzverehrung, bei der in Hohenfels das enthüllte Kreuz nacheinander von den Gläubigen durch eine Kniebeuge verehrt wurde, dann die großen Fürbitten und Kommunionfeier. Die Kommunionkinder erhielten ihre Kommunionkreuze. Gesanglich umrahmte der Kolpingchor den feierlichen Gottesdienst.
 
Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Christi, ein Messopfer wird nicht gefeiert und der Altar bleibt unbedeckt.
 
Die Osternacht begann mit der Lichtfeier. Hier wurde das Osterfeuer vor dem linken Seiteneingang entfacht und durch Pfarrer Gnalian gesegnet. Am Feuer wiederum erzündete er dann die Osterkerze und die eigentliche Liturgie der Osternacht begann mit dem Einzug in die dunkle Kirche unter dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ (Licht Christi). Die Lichtfeier endet mit dem Osterlob („Exsultet“), das vom Kantor Thomas Fischer gesungen wurde. Nach dem Wortgottesdienst wurde zuerst das Taufwasser gesegnet und danach das Taufversprechen erneuert. Den Abschluss bildete die Eucharistiefeier. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Paul Gnalian bei allen Helferinnen und Helfern und segnete die von den Kirchenbesuchern mitgebrachten Osterspeisen. Jeder erhielt beim Verlassen der Kirche ein buntes Osterei. Die Auferstehungsfeier gestaltete der Kolpingchor mit Dirigent Thomas Fischer.
 
Am Ostermontag gestaltete die Kolping-Jugenblaskapelle, dirigiert von Lucia Bäuml, den Gottesdienst. Erstmals spielte die Kapelle die Kirchenlieder nach den Noten des neuen Gotteslob.
 
Eine farbenprächtige Augenweide waren die roten und gelben Eier, mit denen der Lauf des Quellwassers entlang der Kirche von den Mitgliedern des OGV Hohenfels liebevoll  geschmückt worden war.