Vor der SchießstättkapelleAm vergangenen Palmsonntag wetteiferten in Hohenfels wieder die Kinder, wer  den schönsten Palmbüschel hatte, wenn sie sich nach der Tradition bei der Schießstättkapelle zur Segnung der Palmzweige versammelten. Im Anschluss an deren Segnung hörten sie das Evangelium, bevor sich die Palmprozession - an der Spitze das Kreuz, dann die Kommunionkinder, Sänger des Kolpingchores mit Dirigent Thomas Fischer, Ministranten und Pfarrer Paul Gnalian - zur Pfarrkirche in Bewegung setzte.
 
In der Gottesdienstfeier folgte auf den großen Jubel der brutale Bruch mit der Passionsgeschichte die über den Weg des Gottessohnes in Leiden und Sterben, in Folter, Verspottung und Tod erzählt. Bildhaft erlebten es die Gläubigen in Hohenfels bei der Teilnahme am Kreuzweg auf den Kalvarienberg. Bis heute tun sich Menschen schwer mit diesem Gedanken. Und schon vor 2000 Jahren wurden Christen als Esel verspottet, weil sie einen so dummen Gott am Kreuz verehrten.
 
Dieser Bruch erfahren wir aber auch oft im Alltag, wenn uns unerwartet mitten in einem glücklichen Leben ein großes Leid widerfährt. So stellt sich der Palmsonntag  als die  dramatische Ouvertüre zur Karwoche dar, die ihren Höhepunkt am Gründonnerstag, im Karfreitag und in der Feier der Osternacht findet.