Am Kriegerdenkmal"Der Volkstrauertag als Gedenktag an die gefallenen und vermissten Soldaten" sagte Pfarrer Paul Gnalian, "hat in unserer Gesellschaft an Bedeutung verloren. Der letzte Krieg auf unserem Boden liegt 72 Jahre zurück und die Erinnerung an die Gefallenen und Vermissten aus unseren Orten verblasst. Der Gedenktag ist dennoch geblieben. Heute lenkt er den Blick auf die zahlreichen Krisenherde mit unzähligen Opfern auf unserer Welt und gleichsam mahnt er zum Frieden."
 
Auch Bürgermeister Bernhard Graf stellte in seiner Ansprache vor dem Kriegerdenkmal heraus, dass die Sicherung des Friedens eine ständige Verpflichtung für unsere Gesellschaft sei und dankte den Soldaten der Bundeswehr und der US-Armee für ihren Beitrag. "Wir trauern an diesem Tag nicht alleine, jeder für sich, sondern gemeinsam." sagte er. Das sei wichtig, weil es uns alle gemeinsam daran erinnere, wie kostbar Demokratie und Menschenrechte und Frieden und Verständigung in Europa seien.
 
Für die SKK Hohenfels sprach ihr Vorsitzender Georg Münchsmeier. Er stellte die Frage, ob ein Gedenktag, der an Kriege erinnert, noch zeitgemäß sei. Der Volkstrauertag sei als "Gedenktag für Opfer von Gewalt" eindeutiger, ohne dabei seinen konkreten Bezug zu Krieg und seinen Folgen zu verlieren. Er hätte aber die Chance, das zu würdigen, was Betroffene bewegt: Den unannehmbaren Schmerz in der Trauer um Angehörige und Mitmenschen, die letztendlich genau das sind: Opfer von Gewalt. Es wäre an der Zeit, eine Umwidmung zu überdenken
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Alle Redner legten Kränze nieder. Die amerikanische Pateneinheit war bei der Zeremonie durch LTC von Hagel und CSM Etherige vertreten. Musikalisch hatte die Kolping-Jugendblaskapelle unter Leitung von Lucia Bäuml den Festakt und den Gottesdienst gestaltet.