Begrüßung Pfarrer Paul GnalianPfarrer Paul Gnalian aus Indien ist der neue Seelsorger für die Pfarrangehörigen des Hohenfelser Landes. Seinen ersten Gottesdienst feierte er am 2. September in der gut besuchten Pfarrkirche St. Ulrich. Der anschließende Empfang des neuen Pfarrers fand im Pfarrgarten statt.
 
Pfarrer Paul Gnalian wurde im Jahr 1966 als fünftes Kind der Eheleute Thressia und Paulose in dem kleinen indischen Ort Kottaman geboren. Insgesamt hat er sechs Geschwister. Sein jüngster Bruder Joby ist auch Priester. Auf dem elterlichen Anwesen lebt sein zweitjüngster Bruder mit seiner fünfköpfigen Familie und den Eltern von Reisanbau, Bananen und Kokosnusspflanzungen. Kottaman ist eine kleine Gemeinde, es leben dort etwa 4.000 Christen. Pfarrer Paul Gnalian empfing dort die Hl. Erste Kommunion, anschließend wurde er Ministrant. Früh reifte in ihm der Gedanke, Priester zu werden und so besuchte er nach der vierten Klasse das Gymnasium in Neeleeswarum und das College (Klassen 11/12) in Angamally. Jeden Samstag führt er ein kurzes Telefonat mit seiner Mutter.
 
Sein Heimatort liegt im indischen Bundesstaat Kerala. Kerala befindet sich an der Malabarküste im Südwesten Indiens und besitzt eine Fläche von 38.863 km² mit etwa 33,4 Millionen Einwohnern. Insgesamt verfügt Indien über 29 Bundestaaten. Pfarrer Paul Gnalians Muttersprache ist Malayaham. Diese Sprache wird vor allem in Kerala gesprochen. In ganz Indien ist die Nationalsprache Hindi. Zudem sprechen viele Inder Englisch, da Indien vor seiner Selbstständigkeit zu Großbritannien gehörte. Deutsch lernte er in einem viermonatigen Schnellkurs in der Regensburger Sprachenschule.
 
Mit 18 Jahren trat er ins Priesterseminar in Ernakulan ein und feierte am 27. Dezember 1994 seine Primiz. Die Pfarrei Schierling war 2004 seine erste Pfarrstelle in Deutschland, ihr folgten Grafenwiesen (2006) und Egglkofen (2012). Am 14.06.2017 unterzeichnete Generalvikar Prälat Michael Fuchs die Urkunde und übertrug ihm ab 1. September die Seelsorge für die Pfarrei Hohenfels als Pfarradministrator mit dem persönlichen Titel „Pfarrer“. Sein Umzug nach Hohenfels erfolgte am 28. August.
 
Im Anschluss an den Gottesdienst hieß Pfarrgemeinderatssprecher Dietmar Feuerer den neuen Seelsorger willkommen und wünschte ihm, dass er sich bald in der Hohenfelser Pfarrei wohl und zu Hause fühlen solle. Bürgermeister Bernhard Graf bot ihm eine gute Zusammenarbeit an. Musikalisch ummalte die Kolping-Jugendblaskapelle unter Leitung von Wolfgang Laßleben das erste Kennenlernen mit dem neuen Leiter im Pfarrgarten. „Ich bitte um die Hilfe und Untersützung jedes Pfarrangehörigen, sagte Pfarrer Paul Gnalian. Sie sind jetzt meine Familie. Meine Tür steht euch immer offen“. „Namasthee“ heißt auf Deutsch übrigens „Hallo“.