Die Sanierung der GVS Lauf-Kleinmittersdorf war schon im vergangenen Jahr diskutiert, aber noch nicht ausgeschrieben worden. 2017 soll nun endgültig die Sanierung in Angriff genommen werden. Insgesamt waren neun Firmen angeschrieben worden, 6 Bieter hatten abgegeben. Mit 225.850,37 € erhielt die Strabag AG aus Regensburg den Zuschlag. Die Sanierung- und Ausbesserungsarbeiten sollen im Spätsommer nach der Ernte durchgeführt werden.
 
Im Rahmen der überörtlichen Rechnungsprüfungen war die noch aus dem Jahre 1997 stammende Erschließungsbeitragssatzung des Marktes beanstandet worden. Aus diesem Grund empfahl Bürgermeister Bernhard Graf die Musterssatzung des Bayerischen Gemeindetages zu übernehmen. Die neue Erschließungsbeitragsssatzung trat am 10. Mai 2017 in Kraft.
 
Die Arbeitsgruppe Junge Familien + Mehrwert für Hohenfels, die sich aus dem Markträten Christian Graf (UPW), Volker Kotzbauer (CSU), Stefan Spandl (CSU) und Heinz Vogl (ABL) war vor einigen Wochen ins Leben gerufen worden. In der Maisitzung stellt Marktrat Heinz Vogel die Ergebnisse ihrer Beratungen vor. In der Vergangenheit umfasste die Familienföderung das Programm Junge Familie, das mit Zins- und Tilgungszuschüssem arbeitete. Durch die niedrigen Zinsen war das Programm nicht mehr interessant. Die Gemeinde unterstützte finanziell auch die MIttagsbetreuung in der Schule und förderte die Jugendarbeit der Vereine. Kindergarten und Schule wurden saniert. Soweit schilderte er die Ausgangslage.
Als Ziel setzen sie sich: Familien im Hohenfelser Land sollen unterstützt und ihr Wegzug vermieden sowie der Zuzug von neuen Familien nach Hohenfels angekurbelt werden. Das Leben in Hohenfels soll "lebenswerter", ein Mehrwert in Hohenfels generiert werden. Sie kreierten Bausteine Familienförderung, Werbung und Mehrwert, die jederzeit erweiterbar seien oder abgeändert werden könnten.
In der Familienförderung lautete ihr Vorschlag, dass künftig durch die Gemeinde die Kosten für das zweite Kindergartenjahr bis zu 500 € pro Kind übernommen würden.Für Bauherren, die einen Bauplatz von der Gemeinde kaufen, erhalten eine Förderung von 6.000 €. Sollten die Bauherren vor Ablauf von zehn Jahren von Hohenfels wegziehen, müssten sie anteilig die Förderung zurückzahlen. Neugeborene Hohenfelser erhalten ein Begrüßungsgeld von 1.000 € (aufgeteilt in 500 € Bargeld und Rest Einkaufsgutscheine in Gewerbebetriebe/Geschäften im Hohenfelser Land). Jedes Schulkind erhält pro Schuljahr 500,00 €. Die Kosten für alle Maßnahmen der Familienförderung würden den Haushalt mit geschätzten 81.000 € belasten. Basis für diese Berechnung sind 18 Neugeborene, bis zu 9000 € für das zweite Kindergartenjahr und 36.000 € für die Schulkinder sowie der Verkauf von drei Bauplätzen.
Der Baustein Werbung umfasst eine verstärkter Werbung mit günstigem Bauland und Wohnraum in Zeitungen und Magazinen in den Landkreisen Neumarkt, Amberg, Regensburg und Schwandorf sowie Werbemaßnahmen für Gewerbeansiedlungen. Denn "Gewerbe schafft sichere Arbeitsplätze" und die Sicherung der Grundversorgung ist ein weiteres Werbeargument für Zuzugswillige.
Im dritte Baustein Mehrwert sollte geprüft werden, wie die Gemeinde die Eröffnung eines Cafes unterstützen könne. In einem Image-Ordner, der Neumitbürgern zur Verfügung gestellt werden soll,  sollen sich Gemeinde, Gewerbetreibende, Vereine und Kirche vorstellen können.  Ebenso soll es jährlich für neu zugezogenen Mitbürger eine jährliche Begrüßungsveranstaltung geben. Die Webseite der Gemeinde muss aufgewertet werden und Verlinkungen zu allen örtlichen Firmen, Vereinen usw. erfolgen. Der "schlafende" Gewerbeverband soll wieder aktiviert und eine Gewerbeschau angedacht werden. Das Ortbild von Hohenfels solle aufgewertet werden.
Die Arbeitsgruppe schlug als Startzeitpunkt für die neue Förderung den September vor. Als Bürgermeister Bernhard Graf darauf hinwies, dass die Erstellung der Satzung nicht vor Jahresende möglich sei, einigte man sich, die Satzung rückwirkend zum 1. September 2017 in Kraft treten zu lassen.
 
Abschließend wurde über die Zukunft der Erddeponie in Markstetten diskutiert. Die zu günstigen Gebührensätze der Hohenfelser Erddeponie war zuletzt bei der überörtlichen Rechnungsprüfung Grund zur Beanstandung gewesen. Bisher war es so, dass die Anlieferer den Schlüssel für die Deponie ausgehändigt bekamen und eigenständig ablagern konnte. Nun soll auf Vorschlag des Bürgermeister eine Aufsichtsperson beauftragt werden und nach einem einjährigen Testlauf die Gebührensätze unter Berücksichtigung des zusätzlichen Kostenaufwandes für die Kontrollperson neu festgesetzt werden. Bisher sind die Gebühren beginnend bei Anlieferung durch einen Kombi-Pkw, Kleinbus pauschal bei 2,00 gestaffelt bis zu einem Lkw ab 40t mit zul. Gesamtgewicht über 56,00 €.