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Franz Löffler beim FischessenZum 12. Markstettner Fischessen konnte CSU-Ortsvorsitzender Georg Karl im gut gefüllten Pirzersaal in Markstetten unter den Gästen BBV-Obmann Martin Schmidt, Pfarrer Udo Klösel, Altbürgermeister Heinrich Boßle und zweiten Bürgermeister Volker Kotzbauer begrüßen. Besonders begrüßte er als Referenten Bezirkstagspräsident Franz Löffler aus Waldmünchen. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Bezirkstagspräsident wurde er vor fünf Jahren zum Landrat des Landkreises Cham gewählt.

 

Er erzählte, dass er vor seiner Wahl zum Landkreischef bereits viele Jahre Bürgermeister der Stadt Waldmünchen war und so alle drei Ebenen bestens kenne. Er betonte, wie wichtig der Vorschlag des Heimatministeriums zur Behördenverlagerung sei, der außer den üblichen Schwarzsehern von der Oppositon nahezu uneingeschränkte Zustimmung in Bayern gefunden hat. Gerade für das flächenmäßig große Bayern sei es wichtig, dass die Digitaliserung jeden Haushalt erreiche. Er sprach auch das Problem der großen Anzahl der Asylsuchenden an. Der Landkreis Cham hatte für die Unterbringung die Stadthalle in Cham zur Verfügung gestellt. Sehr wichtig sei es, dass die Aufenthaltsdauer für Wirtschaftsflüchtlinge verkürzt und damit auch ein Zeichen gesetzt werde, dass es sich aus wirtschaftlichen Gründen nicht lohne, Asyl zu beantragen. So sei nach der Streichung des Kosovo die Zahl der Hilfesuchenden aus diesem Land spürbar geschrumpft.

 

"Da der Vorsitzende in seiner Begrüßung gesagt hatte, der Bezirk sei hier ein unbekanntes Wesen" leitete er sein Referat ein, "wolle er die Einrichtungen des Bezirkes und seine Aufgaben darstellen. Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern leiste sich Bayern eine weitere kommunale Selbstverwaltungsebene. Die Zahl der Mitglieder des Bezirks entspreche immer der Zahl der Abgeordneten, die aus dem Regierungsbezirk in den Bayerischen Landtag geschickt werden. Daher hätte die Zahl sich bei der letzten Wahl um ein Mitglied verringert, da die Zahl der zu wählenden Landtagsabgeordneten für die Oberpfalz zu Gunsten Oberbayerns aufgrund des demographischen Wandels sich verringerte. Bei den Bezirkstagswahlen gibt es keine 5-%-Hürde, dass von der Bayernpartei bis zur CSU nahezu alle Parteien vertreten sind.

"Soziale Sicherung, Gesundheit, Sonderkrankenhäuser, Kultur und Fischereiwesen sind die Bereiche, für die der Bezirk zuständig ist." Im letzten Bereich unterhält der Bezirk neben der eigenen Teichanlage eine Beratungsstelle für die Fischer. Die Förderung des Brauchtums und der Musik gehöre zum Bereich Kultur. Hier bringt der Bezirk die Kosten für den Bezirksheimatpfleger, für die Berufsfachschulen für Musik bzw. für Krankenpflege auf und unterhält das Freilandmuseum in Neusath-Perschen. Auch unterstützt er die Medienfachberatung beim Bezirksjugendring.

Ein bedeutender Schwerpunkt ist der Gesundheitsbereich, zu dem die Erwachsenepsychatrie, die Kinder-Jugendpsychatrie und auch die Neurologie neben den Einrichtungen der Forensik und Reha zählen. In Parsberg unterhält der Bezirk die TBC-Klinik und die Drogenklinik. Daneben wird neu in Bayern in Regensburg die Jugendforensik eingerichtet. Diese Einrichtung wird durch einen neu zu schaffenden Lehrstuhl für Jugendforensik an der Regensburger Universität begleitet.

Mit über 3700 Leistungsempfängern in der Oberpfalz ist der Bereich der Sozialen Sicherung, der Hilfen für Pflegebedürftige und Behinderte bietet, der Bereich, der die meisten Mitbürger betrifft. Zu den Einrichtungen zählen Kindergärten, Förderschulen, Werkstätten und Wohngemeinschaften für Behinderte. Mit insgesamt 3100 Arbeitsplätzen, die der Bezirk geschaffen hat, zählt er mit zu den größten Arbeitgebern in der Oberpfalz. Davon entfallen allein auf den Schwerpunkt "Soziale Sicherung" über 1000 Mitarbeiter.

Während des Vortrages war Staatssekretär Albert Füracker MdL gekommen und lobte in seinem Grußwort Bezirkstagspräsident Franz Löffler, mit dem regelmäßg zusammenarbeite,  für sein Engagement. Nach einer kurzen Diskussion bedankte sich Vorsitzender Georg Karl zum Abschluss der Veranstaltung bei Bezirkstagspräsident Franz Löffler mit einem Präsent.

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