Prälat Alois ReindlSchnell verbreitete sich am Wochenende in Hohenfels die Nachricht, dass der ehemalige Pfarrer und geschätzte Seelsorger Prälat Alois Reindl verstorben ist.

 

Geboren am 26. März 1927 in Heitzenhofen, Pfarrei Duggendorf wurde er nach Kriegsdienst und Gefangenschaft und nach dem Theologiestudium am 29. Juni 1954 durch Erzbischof Michael Buchberger im Dom zu Regensburg zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Eilsbrunn und Vilsbiburg kam er am 30. August 1962 nach Hohenfels, wo er neun Jahre lang segensreich und tatkräftig als Pfarrer wirkte.

 

Ihm ist es zu verdanken, dass 1964/65 der Kindergarten St. Josef errichtet werden konnte. Er erreichte es auch, dass Mallersdorfer Schwestern nach Hohenfels kamen, um den neu gebauten Kindergarten zu führen; zunächst drei, zuletzt dann nur mehr zwei Schwestern taten ihren Dienst in Hohenfels, bis zur Auflösung der Filiale im November 2007. Unter Pfarrer Reindl erfuhr die Pfarrkirche St. Ulrich in den Monaten April und Mai 1966 eine Innenrenovierung, 1970/71 dann eine große Außenrenovierung.

Daneben ließ Pfarrer Reindl bei der ehemaligen Friedhofskapelle eine neue Priestergruft schaffen und das Pfarrheim St. Martin errichten. Außerdem fiel in seine Zeit auch der Bau der Kirche St. Leonhard in Großbissendorf, die im September 1967 eingeweiht wurde. Nicht zu vergessen sind natürlich die Gründung des Kolpingchores und die Gründung des Frauenbundes, die auf seine Initiative zurückgehen.

Im Jahre 1971 verließ der überaus beliebte und engagierte Seelsorger Hohenfels und wurde Pfarrer in Regensburg-St. Anton. Im selben Jahr hatte ihm auch die Marktgemeinde Hohenfels in Anerkennung und Würdigung seiner Verdienste die Bürgermedaille in Silber verliehen. Alois Reindl wurde dann im Jahre 1978 zum Domkapitular in Regensburg berufen und wirkte bis 1997 im Bischöflichen Ordinariat Regensburg als Referent für die Standes- und Verbandsseelsorge, sowie als Beauftragter für die Polizeiseelsorge in der Diözese.

Seit 1997 verbrachte der 1989 zum Prälat ernannte ehemalige Pfarrer von Hohenfels seinen Ruhestand als Geistlicher Leiter der Kinder- und Altenheimstiftung in Kallmünz. Überraschend schnell verstarb Prälat Reindl nun in den Abendstunden des vergangenen Samstags im Krankenhaus in Burglengenfeld mit 86 Jahren. Am Samstag  um 10 Uhr wird Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in der Pfarrkirche Kallmünz das Requiem für den Verstorbenen zelebrieren. Anschließend wird er im Priestergrab auf dem Kallmünzer Friedhof beigesetzt. Die Pfarrei Hohenfels setzt hierzu einen Bus ein, der am Samstag um 9 Uhr an der Taverne in Hohenfels abfährt. Anmeldung hierzu wird im Pfarrbüro (Tel 276) oder bei Familie Gatzhammer (Tel. 403) erbeten.