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Ja, Brandschutz ist ein heißes Eisen,
nicht nur, will man Berlin bereisen;
denn Brandschutz schon beginnt - o Graus! -
in Hohenfels´ Kommunbrauhaus!
Weil dieser fehlte, ist es dicht
- die Kinder können lesen nicht,
weil auch die Bücherei geschlossen;
trotzdem - wir hoffen unverdrossen,
dort bald den Marktladen zu finden,
was die Regale ja schon künden!
Ich hoff´, er wird dann eingeweiht
- ich bin dazu ja stets bereit,
und hab´ da auch viel Zuversicht:
Wir Hohenfelser brauchen nicht
so lang mit dem Bezugstermin
wie die da droben in Berlin!

 

Es fischen heut´ halt gar sehr viel,
doch kommt nicht jeder auch ans Ziel;
nicht jeder, der sein Netz wirft aus,
der holt damit dann auch was raus!
Ein Menschenfischer wirft verwegen
schon von seines Amtes wegen
das Netz weit aus zum Fischfang eben;
jedoch, es soll auch manche geben,
die nicht das Netz, sondern - o Graus! -
d´Weihwasserpinsel werfen aus!
Ein ernster Tag, die Gräbersegnung,
doch plötzlich kommt man in Bewegung,
und mancher mit dem Schmunzeln ringt
- der Pfarrer sie zum Lachen bringt,
denn plötzlich mit des Wassers Wogen
kommt auch der Bürstenkopf geflogen,
verfehlt auch nicht, ist zielgenau
- und trifft a ahnungslose Frau!

Ja, Gott sei Dank, ich sagen muß,
hat Dienst getan ja bis zum Schluß
der Pinsel für so manchen Segen.
Ja, durfte er sogar erleben,
daß letzten Sommer - es war Zeit! -
das Rathaus wurde eingeweiht!
Ja, sollte heuer irgendwann
der Marktladen sollt´ stehen an,
so wird vollzieh´n den Weihesegen
der neue Pinsel, der deswegen
am Heil´gen Abend als Geschenk
dem Pfarrer wurde - eingedenk
der heuer anstehenden Segen! -
von seinen Minis übergeben!

Es fischen heut´ halt gar sehr viel,
doch kommt nicht jeder auch ans Ziel;
nicht jeder, der sein Netz wirft aus,
der holt damit dann auch was raus!
So haben wir in dieser Stunde
gehört wahrhaft so manche Kunde
von Menschenfischern und von jenen,
die gern dazu sich würden zählen.

So kommen wir - ja, es wird Zeit! -
jetzt wieder zu den Fischersleut´,
die einstmals Jesus hat bestellt
zu Menschenfischern in der Welt,
die sollen Jesu Wort verkünden
und immer wieder dann auch finden
den Weg ins Herz der Menschen rein  
- so soll ein guter Bischof sein!

Ja, wie gesagt, es scheint zu haben
eben jener diese Gaben,
der jetzt am Bischofsstuhle sitzt
und Stab und Mitra auch besitzt
- wenn Letzt´re auch ein bisserl weit,
doch geben wir ihm nur die Zeit,
sein Amt mit Liebe auszukleiden,
als guter Hirte uns zu weiden,
als Brückenbauer Weg´ zu ebnen,
als Menschenfischer uns zu segnen.

Ja, Grund zum Danken haben wir!
Ein neuer Bischof, der ist hier,
nachdem der alte, der GL (d.h. Gerhard Ludwig!),
uns hat verlassen ja so schnell;
er ließ geschwind die Netze liegen,
um dann ganz flott nach Rom zu fliegen,
wo er auf neuem Posten steht
und jetzt die gleichen Wege geht,
die einst schon Benedetto ging,
bis er den Ruf zum Papst empfing.
Ja, Grund zum Danken haben wir!
Ein neuer Bischof, der ist hier;
er ist berufen und geweiht,
so hoffen wir, für lange Zeit!

Mag er als Bischof Brücken bauen,
als guter Hirt auch auf uns schauen,
als Lehrer Gottes Wort verkünden,
als Menschenfischer uns stets finden,
- damit die Frohe Botschaft heute
auch noch erreicht gar viele Leute
und gut kommt bei den Menschen an,
daß Gottes Reich stets wachsen kann!

Dies hier als Wunsch und als Gebet
am Ende meiner Predigt steht
für unsern Bischof und sein Walten:
Mag reichen Segen er erhalten
auf viele Jahr´ in Gottes Namen!
Ad multos, multos annos! Amen.