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Als Menschenfischer in Aktion
sind ja seit jeher, immer schon
ganz eifrig, fleißig und gewandt
d´Politiker in unser´m Land.
Gerade heuer wird man´s seh´n,
weil Wahlen vor der Türe steh´n
im Bund und auch bei uns im Land
- wobei sich leider scheinbar fand
kein passender Termin, deswegen
wollt´ man sie nicht zusammenlegen!
Vielleicht jedoch - was möglich ist! -
ist Seehofer ein Optimist
und geht deshalb schon davon aus,
daß d´Wahlen früher steh´n ins Haus.
Ja, sollte Schwarz und Gelb indessen
nicht ganz den kleinen Fisch vergessen
und ihren dummen Streit beilegen
der Studiengebühren wegen
- so könnte es passieren schon
und brechen dann die Koalition
- und wir in Bayern wären dann
zum Wählen noch viel früher dran!

 

Ja, plötzlich Nein zu den Gebühren
und and´re Wendungen vollführen,
beim Donauausbau etwa auch
- das ist bei Horst schon guter Brauch.
Er weiß halt, will man Fische fischen
und reiche Wahl-Beute erwischen,
muß man den richt´gen Köder haben,
an dem sich kleine Fischlein laben!
Damit ist er nicht ganz allein;
ein Menschenfischer will ja sein
ein jeder, der sich stellt zur Wahl,
denn hofft er doch in jedem Fall,
daß Fischlein ihm die Stimme geben
und ihn in Amt und Würden heben.
Jedoch, mir scheint, ganz ungeniert,
dies hat nicht jeder auch kapiert,
daß jedes Fischleins Stimme zählt
- nur so wird man dann auch gewählt!

Ganz vorne ich hier dabei seh´
Peer Steinrück von der SPD;
der möchte gerne Kanzler sein
- doch tappt er immer wieder rein
ins Fettnäpflein voll Spott und Hohn
- ihm fehlt halt oft der rechte Ton!
Der Banken- und Finanzenwelt
er gerne seine Vorträg´ hält,
und er kassiert dabei nicht schlecht
- ist das für´n SPDler recht?
Und dann bemängelt er ganz offen
- der Brüderle tät´s halt besoffen! -
des Kanzlers Lohn sei zu gering!
Ob er damit wohl Fischlein fing?

Und auch ein and´rer Kommentar,
der brachte jüngst im letzten Jahr
zu Recht manch Spott und manchen Hohn
- es fehlt halt oft der gute Ton:
Nachdem bei Schlecker nichts mehr lief,
und d´Schleckerfrauen fielen tief,
Frau von der Leyen sich erdreistet
und sich den schlauen Ratschlag leistet:
Bevor sie auf der Straße steh´n,
soll´n sie in d´Kindergärten geh´n!
Die Leyen redet sich da leicht,
weil ihr das Geld ganz sicher reicht,
weil sie genügend Personal
für Haus und Kinder; manchesmal
stellt man halt fest und auch zurecht:
Wie fischt doch mancher Fischer schlecht!

Auch muß nicht sein, wie´s damals war,
wenn man zum Fischen geht als Paar
- wie Simon und Andreas eben -,
daß vom Erfolg man auch kann leben.
Denn wirft zu zweit das Netz man aus,
dann kann passieren doch - o Graus! -,
daß man nicht zieht an einem Strang
- und beide kommen um den Fang!
So scheint´s mir in der FDP,
wo Rösler und auch Brüderle
zu zweit am gleichen Netz rumreißen
und sich doch um die Leut´ nichts sch...eren!
Trotz allem hab´n sie´s jüngst geschafft
und zehn Prozent ins Netz gerafft!
Dies glückte nur - ja, hört mir zu! -
mit Leihstimmen der CDU!

Politiker sind nicht perfekt,
auch wenn ein Fischer drinnensteckt!
Der Wulff, der fischte wohl zuviel,
weshalb er auch vom Throne fiel;
der Guttenberg mit Plagiat
den „Doktor“ sich geangelt hat;
und jetzt - da dachte keiner dran! -
erwischt es auch noch die Schavan,
daß man auch ihr den „Doktor“ streicht,
und sie am End´ wohl Gutti gleicht!
Doch halt, im Boot ja nicht nur sitzen
solche, die beim Fischfang schwitzen;
die Segel setzen, Wirbel machen,
kein Programm, dazu viel lachen,
und dann auch noch auf Beute warten
in unser´m Land auch die Piraten!
Ganz wundersam ihr Aufstieg war,
doch dann - es war ja vielen klar! -
da gingen die Prozente runter
und ihr Piratenschiff schnell unter!

Es fischen heut´ halt gar sehr viel,
doch kommt nicht jeder auch ans Ziel;
nicht jeder, der sein Netz wirft aus,
der holt damit dann auch was raus!

Die Fischer ja normalerweise
vom Hafen aus auf ihre Reise
und auch auf ihren Fischfang geh´n.
Doch kann man Häfen nicht nur seh´n,
wo Schiffe auf den Aufbruch warten
- es gibt auch Häfen, von wo starten
die Flugzeuge im besten Fall
- dies klappt jedoch nicht überall!
Natürlich komm´ ich nicht umhin,
zu zeigen heut´ auch auf Berlin,
wo man ganz schön im Trüben fischt,
dafür den Leuten stets auftischt
mit immer neuer Unschuldsmine
Eröffnungsdaten und -termine!
Die Planung haut einfach nicht hin,
beim neuen Airport von Berlin;
man Mängel über Mängel findet,
jedoch der eine stets verkündet:
„Zum Rücktritt bin ich nicht bereit!“
Noch fliegt er nicht - der Wowereit!
Denn Bürgermeister will er bleiben,
als Party-Löwe sich rumtreiben,
obgleich doch ein Last-Minute-Flug
jetzt langsam heilsam und auch klug,
dazu auch gratis und nicht schwer,
und ohne Startbahn möglich wär´!
Ja, Gott sei Dank, regiert er heut´
und nicht schon in der Nachkriegszeit,
denn mit ihm hätt´s wohl nie im Leben
je eine Luftbrücke gegeben!