St. Martin vor der StadtIn diesem Jahr zogen Pfarrer Udo Klösel, Ministranten und Kindergartenkinder mit ihren bunten weit leuchtenden Laternen durch die Dr.-Ernst-Weidinger-Straße zur Kirche.

 

Das Martinspiel, das durch das Kindergartenteam unter Leitung von Elisabeth Lutter einstudiert worden war, erzählte von den Bewohner einer kriegszerstörten Stadt, die sich aus Angst vor der Wiederholung der Tragödie in ihrer Stadt verbarrikadieren und Torwächter vor ihr postieren, die niemand hineinließen. Zwar hatten die Menschen nun die Stadt für sich, aber keiner traute mehr dem anderen und es wurde dunkel in der Stadt und der Herzen der Menschen.

 

Auf das Flehen eines Bettlers vor den Stadttoren reagierte der vorbeireitende Martin spontan und teilte mit dem Armen seinen wertvollen Mantel. In derselben Nacht, erzählte die Geschichte, sei Martin im Traum Jesus erschienen und fortan kümmerte sich Martin um die Menschen in der Stadt. Diese spürten die von ihm ausgehende Wärme und folgten seinem Beispiel. Sie öffneten wieder allen Fremden ihre Häuser, Türen und Herzen.

In den Fürbitten beteten die Kinder um Hilfe für alle Menschen, die auf der Flucht sind, die krank sind und sich über einen Besuch freuen, und die von bösen Menschen verfolgt und eingesperrt werden. Nach dem Segen von Pfarrer Udo Klösel wurden an die Kinder Martinshörnchen verteilt.