Alpenüberquerung mit dem MountainbikeDas Projekt-Seminar AlpenX des Parsberger Gymnasiums machte es sich zur Aufgabe, eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike komplett selbst zu planen, zu organisieren und schließlich auch selbst durchzuführen.

 

Das Abenteuer AlpenX begannbereits am Mittwoch, 23. Mai mit dem Beladen des Begleitfahrzeugs im Pausenhof des Parsberger Gymnasiums. Sämtliches Gepäck musste im Begleitfahrzeug (ein Lada Niva) und Anhänger verstaut werden. Als letztes wurden noch die Mountainbikes auf dem Dachgepäckträger und dem Anhänger befestigt.

 

Am Donnerstag traf sich das Seminar in Garmisch- Partenkirchen zur Abfahrt. Um 11 Uhr waren alle da, um 12 Uhr konnte es dann schließlich losgehen, nachdem die Fahrräder abgeladen waren. Erstes Etappenziel war Ehrwald. Gegen 15.30 Uhr wurde die österreichische Grenze passiert und um 16 Uhr kamen dann alle am Etappenziel, dem Campingplatz in Ehrwald an. Nachdem die Zelte standen, aß man noch gemeinsam. Die 26 Tageskilometer der ersten Etappe, waren in 3 Stunden und 44 Minuten zurückgelegt.

 

Die zweite Etappe führte dann von Ehrwald nach Ried, dabei wurde auch der Fernpass überquert. Insgesamt war die Gruppe an diesem Tag ca. 11 Stunden unterwegs. Nachdem sich zunächst ein Teil der Gruppe verfahren hatte und ein Fluss überquert werden musste, kam der harte Anstieg durchs Tegestal. Dabei wurden auch einige Schneefelder gesichtet (Pfingsten!!!). Der höchste Punkt der Etappe lag auf ca. 1800 hm. Nach der Abfahrt folgte noch ein ca. 40 km langes, flaches Stück bis zum Campingplatz in Ried. Die zweite Tagesetappe beinhaltete ca. 86 Kilometer.

 

Nach dieser harten Etappe, folgte am dritten Tag eine eher kurze Etappe von Ried nach Nauders. Dabei musste aber trotzdem der Reschenpass überquert werden. Nach ca. 5 Stunden und ca. 41 Tageskilometern kam die Gruppe schließlich bei strahlendem Sonnenschein am Campingplatz in Nauders an. An diesem Tag verlief ein Teil der Route auch durch die Schweiz. Der höchste Punkt dieser Etappe war der Reschenpass mit ca. 1400 hm.

 

Nach einer sehr kalten Nacht folgte am Pfingstsonntag mit der 4. Etappe eine sehr kurze mit ca. 24 Tageskilometer, die am Reschensee entlang führte. Gegen 11.30 Uhr überquerte die Gruppe die italienische Grenze. Nach ca. 2 Stunden kam das Seminar schließlich gegen 13.30 Uhr am Campingplatz in Mals im Vinschgau an, sodass man sich an diesem Nachmittag von den letzten Etappen erholen konnte.

 

Nach dieser sehr entspannten Etappe folgte eine härtere Etappe rauf zur Tarscher Alm. Die ca. 51 Tageskilometer wurden in ca. 6 Stunden bezwungen. Das erste Teilstück war eben und führte über Radwege vorbei an die für Südtirol typischen Apfelplantagen. Auf ca. 800 hm. angekommen, war der Beginn des Anstieges auf 1950 hm erreicht. Nach ca. 10 Kilometern und 1100 hm war das Etappenziel, die Tarscher Alm erreicht. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle geht auch an die Hüttenwirte. Die folgende Nacht verbrachte man auf der Hütte.

 

Am vorletzten Tag kam zunächst die Abfahrt von der Tarscher Alm. Daraufhin folgten ca. 90 Kilometer zum Etappenziel am Kalterer See. Diese führten wiederum vorbei an Apfelplantagen und später dann auch an Weinplantagen. Die ersten 80 Kilometer waren relativ flach, die letzten 10 Kilometer kam dann nochmals ein harter Anstieg, der durch die hohen Temperaturen erschwert wurde. Nach ca. 7 Stunden kam die Gruppe schließlich gegen 19 Uhr am Campingplatz an. Dort kühlte man sich dann zunächst im Kalterer See ab.

 

Schließlich kamen der letzte Tag und somit auch die Ankunft in Torbole am Gardasee. Gegen 10 Uhr war Abfahrt am Kalterer See. Nach ca. 7 Stunden war das Etappen- und somit auch das Tour Ziel, der Gardasee erreicht. Diese Etappe umfasste nochmals ca. 100 Kilometer, die jedoch relativ flach und eben verliefen. Nach der Ankunft stürzte sich die Gruppe jubelnd und erleichtert in den Gardasee. Am Abend ging man noch gemeinsam in eine Pizzeria, bevor am nächsten Tag bereits wieder die Heimfahrt anstand.

 

Insgesamt war die Tour ca. 416 km lang. Die reine Fahrtzeit (ohne Pausen!) betrug ca. 26 Stunden.

 

An dieser Stelle möchte sich das Seminar AlpenX 2011/13, Gymnasium Parsberg, zunächst einmal ganz herzlich bei ihrem Kursleiter Herrn Christoph Schnabel bedanken, der überhaupt erst die Idee zu solch einer Alpenüberquerung mit dem Mountainbike hatte und die Teilnehmer während der ca. 1- jährigen Planungsphase tatkräftig unterstützte und Tipps gab.

 

Ein weiterer Dank geht an Herrn Christian Hayn, der das Seminar mit dem Fahrrad begleitete und die Gruppe somit unterstützte. Ohne ihn wäre der AlpenX sicherlich sehr schwer zu realisieren gewesen. Vielen herzlichen Dank auch an ihn.

 

Des Weiteren möchte sich das Seminar auch bei Frau Frau Miriam Panzer, der Fahrerin des Begleitfahrzeuges bedanken. Ohne ihre Hilfe und Unterstützung wäre der AlpenX sicherlich nicht durchführbar gewesen. Sie hat das Gepäck transportiert, auf den Campingplätzen alles geregelt, eingekauft, teilweise sogar die Zelte aufgebaut und vieles mehr. Vielen Dank!

 

Besonders bedanken möchte sich das Seminar bei all ihren Sponsoren, Unterstützern und Helfern. Ohne diese wäre das Projekt unmöglich gewesen. Im Herbst wird es auch noch eine Präsentation im Gymnasium Parsberg geben, bei der Bilder und Videos gezeigt werden und ausführlich von der Tour berichtet wird.

 

(Bilder folgen!)