7. Starkbierfest in VelburgEin voller Erfolg war das 7. Velburger Starkbierfest, dessen lang erwarteten Höhepunkt natürlich das Singspiel der Banklsänger war. Musikalisch umrahmte unter Leitung von Günther Seitz die Tanzbodnmusi den gelungenen Abend.

 

Als "Zeitungsbote Elmar" brillierte Präses Elmar Spöttle. Er fragte sich "wer da nicht gebacken ist, wenn der Bäcker den Leberkäs kalt frißt?". Er stelle fest, dass man Vibrationen ganz umsonst bekommt, wenn man über den Velburger Marktplatz geht. Leider spart man um alles in der Welt, am Sonntag den Kirchgang und das Geld." Der Schulbub alias Klemens Mayer war nach einem einjährigen Zwangsaufenthalt  in einer Neumarkter Schule wieder nach Velburg zurückgekehrt. Er erinnerte sich, "das Schönste in Neumarkt war der Bus nach Velburg". Er stellte auch in diesem Jahr seinen treffenden Wortwitz unter Beweis: Er wußte, "wer deutlich spricht, riskiert, verstanden zu werden" und bewies sich als Mädchenversteher, "denn bei ihnen tut er sich leichter, er be'greift' sie." In seinem kleinen Rollenwechsel zum Jungfeuerwehrmann "benötigte er keinen Navi, da seine Kunden Rauchzeichen geben. In den Nachbesprechungen nach einem Brand löschte sogar mancher einen Weinbrand mit Obstwasser." Auch für den Exbundespräsidenten hatte er eine Erklärung parat: Sein Vorname Christian kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet "der Gesalbte" oder auf Bayerisch "der Geschmierte".

 

Themen des Singspiels waren die Kommunale Verkehrsüberwachung und der Jungbrunnen hinter dem Velburger Rathaus, das wie viele andere halben Sachen des Bürgermeisters nur teilweise neu geweißelt worden war. Aus dem Brunnen soll Heilwasser sprudeln: "Bringst du ihn nicht mehr zum Stehen, musst du zum Jungfernbrunnen gehen." Das Bad im Jungfernbrunnen verjüngte nicht nur Doris, sondern auch die Schwestern so sehr, dass ihr Verbleib in Velburg die nächsten 50 Jahre gesichert sei. Auch für die für diesen Zeitraum nötige Menge Toilettenpapier sei dank eines Großeinkaufes nach Information des Zeitungsboten Elmar vorgesorgt.

 

In Verbindung mit dem möglichen Heilwasser wurde auch die Planung eines Supermarktes mit Wellnesstempel "Wellness & More" durchgespielt, der zu immensen Einnahmen (1.000 €/ccm) für den Gemeindesäckel führen würde. Bernhard von Gottes Gnaden stellte fest: "Der Staat bin ich, zumindest in Velburg. Wenn ich nicht wäre, würde sofort die Demokratie in Velburg ausbrechen. Mein Prinzip ist es, bis zur Entscheidung demokratisch zu verfahren. Höchst demokratisch ist gerade der BH, er hebt die Kleinen und stützt die Großen. Ein Mindestmaß an Opposition kann ich mir zur Not auch noch selber machen."

 

Glänzender Abschluß war "Die Überführung" von den Banklsängen, in der nicht nur dem Ableben des Schleckermarktes, sondern auch der anderen aus Velburg bereits verschwundenen Einrichtungen und Veranstaltungen wie auch der künftigen Verluste dieser Art gedacht wurde. Der kurzweilige Abend, der erst gegen halb zwölf Uhr endete, war mit  dem Biermösl-Blosn-Song "Seids alle da" vom Rösslwirt und der Begrüßung durch den Kolpingvorsitzenden Bernd Dürr eröffnet worden war. Von der bekannten RAF-Band gab es in diesem Jahr Oldies von den Hot Dogs, Billy Mo und ein Lied der Raithschwestern.