FaschingspredigtJedes Jahr am Faschingswochenende dürfen nicht nur die Kinder kostümiert am Gottesdienst teilnehmen, sondern erhalten nach dem Gottesdienst eine kleine Überraschung. Der Großteil der Gläubigen wartet gespannt auf die in Reimform verfasste Faschingspredigt von Pfarrer Udo Klösel.

 



{tab=Bibeltext}
Ihr Christen hier im Gotteshaus,
auch dieses Jahr laß ich´s nicht aus:
Auch heute wieder als Poet
der Pfarrer hier am Ambo steht.
Die Predigt ist in Reim und Vers,
nicht nur aus Spaß und Jux und Scherz;
denn gut gereimt und wohl bedacht
nicht nur das Herz des Menschen lacht;
nein, auch die Seele kann so finden,
worauf wir unser´n Glauben gründen,
woraus die Frohe Botschaft lebt
und wie man sie auch recht versteht.

So „lusz amal“ und hört gut hin,
ob ich an roten Faden fin´,
ob euer Pfarrer auch des Jahr
den Bibeltext jetzt hell und klar
und auch mit Hintersinn erklärt
- bevor er wiederum fortfährt,
im Licht des Gotteswortes dann
das Weltgescheh´n betrachten kann,
und schließlich blickt - wie immer eben -
in unser Hohenfelser Leben.

Doch erstmal schauen wir jetzt an,
was man bei Markus lesen kann,
was wir als Frohe Botschaft eben
für unser eig´nes Menschenleben
und auch für alle drumherum
gehört im Evangelium.
Von Jesus ist natürlich hier
die Rede - und von Trägern vier,
die ihren Freund und Kumpel eben
auf eine Krankentrage heben,
weil er gelähmt und ohne Kraft
den Weg zu Jesus selbst nicht schafft.
Geschwind sie ihn zu Jesus tragen,
weil er den Rat in vielen Fragen
und Rettung in der Mühsal kennt,
weshalb man ihn „Messias“ nennt.
Ja, er schenkt Heil und Heilung eben,
wo Menschen in der Krankheit leben,
wo dunkel ist des Menschen Sein,
wo Hoffnung scheint nur noch ganz klein,
wo man sich sehnt nach hellem Licht,
und wo´s an Freude arg gebricht.

Das glauben und das hoffen nun
die vier, die durch ihr gutes Tun
dem Freund, der krank darniederliegt,
so helfen, daß er jetzt besiegt
die Krankheit, die ans Bett ihn zwingt,
sodaß er mit dem Glauben ringt.
Dazu nicht mal zurück sie schrecken,
des Hauses Dach schnell abzudecken,
zu schlagen dann die Decke ein
- und da nun lassen sie ihn rein,
bis er direkt vor Jesus liegt,
der seine Krankheitsnöte sieht,
der ihm die Sünd´ erlassen kann
und ihn jetzt als gesunden Mann
nach Hause schickt mit diesem Wort:
„Mein Sohn, steh auf, und zwar sofort,
nimm deine Trage und geh heim,
die Schuld soll dir vergeben sein!“
Nicht der Gelähmte ist es hier,
es sind vielmehr der Träger vier,
durch deren Glauben und Vertrau´n,
mit der sie gar das Dach durchhau´n,
dem Kranken wird geschenkt das Heil
und die Gesundheit wird zuteil.
Ja, stellvertretend ist ihr Tun
- und das heißt dann für uns hier nun,
daß unser Fleh´n und unser Beten,
mit dem wir vor den Herrgott treten,
auch einem andern helfen kann,
der´s selber lang nicht mehr getan,
dem dazu fehlt vielleicht die Kraft
und der´s vor Sorgen nicht mehr schafft.

So hat´s der kranke Mann erlebt,
der sich geheilt dann auch erhebt:
Von Freunden ganz und gar getragen,
und dies ohn´ Zweifel, ohne Fragen!
Ja, ihr Vertrau´n hat ihn gehalten;
durch sie kann Gottes Güte walten;
ihr Glaube trägt auch seinen Glauben,
und nichts und niemand kann ihn rauben!

Dies sollen wir als Christen nun
für unser Beten, unser Tun,
für unser´n Glauben, unser Streben
stets wissen und auch danach leben.
So wollen wir in unserm Beten
stets hin vor unser´n Herrgott treten
und damit auch für and´re gern
die Bitten richten an den Herrn,
und damit soll getragen werden
ein jeder Mensch auf dieser Erden.
Was uns im Glauben trägt und hält,
das trägt und hält die ganze Welt,
das läßt sie weiter fortbesteh´n
und so schnell auch nicht untergeh´n
- auch wenn man munkelt angst und bang,
daß käme bald ihr Untergang!
Am dreißigsten des Monats Mai
sei´s - so im Lied - mit ihr vorbei!
Und sollte sie den übersteh´n,
dann wird man´s im Dezember seh´n:
Am einundzwanzigsten ist Schluß!
Die Mayas hätten - welch ein Stuß! -
in ihr´m Kalender drinnen steh´n,
daß heuer d´Welt muß untergeh´n!

Doch was auch alles wird gesche´n,
mit Gottes Hilfe bleibt sie steh´n;
so schnell ist sie noch nicht am Ende,
das schaffen nicht mal uns´re Hände,
daß Gott sie gibt aus seiner Hand
die Welt, uns Menschen, jedes Land!

D´rum dürfen hab´n wir alle hier
ein bisserl was von diesen vier,
a Gottvertrau´n und auch an Glauben,
daß nichts wird dann den Schlaf uns rauben,
und so kann man dann auch ertragen,
was in der Welt sich zugetragen!

{tab=Welt}
So wollen wir mit Gottvertrau´n
jetzt wieder in die Welt rausschau´n,
und dann natürlich - wie´s der Brauch -
nach Hohenfels geht der Blick auch!
Das erste wohl, woran wir denken,
wenn wir den Blick zurück jetzt lenken,
ist sicher Christian Wulff, der gar
recht oft ganz schlecht im BILDe war!
Das Geld, das lieh´n ihm Freunde aus,
zu finanzier´n das neue Haus,
das holte ihn am Ende ein
- und viele fingen an zu schrei´n:
„Solch ein Kredit aus Freundeshand
manipuliert doch unser Land!“
Er müsse sich ganz schnell erklären,
soll seine Amtszeit weiter währen.
Er tat dies zwar, doch blieben Fragen,
weil er halt tat nicht alles sagen.
So ging nun die Affäre weiter,
die Vorwürfe, die wurden breiter:
Ja, Vorteilnahme und Bestechung,
Gesetzesbeugung und auch -brechung;
die Drohung an den Chef der BILD,
als wurde unser Wulff ganz wild,
dann Spezlwirtschaft, Amtsmißbrauch
- so lauteten die Vorwürf´ auch.
So griff man lange Zeit ihn an
in unser´m Staat den ersten Mann,
der lang´ noch saß in Schloß Bellevue
- doch so „beschädigt“ wie noch nie!
So kam am Freitag nun das End´
für ihn als Bundespräsident.
Den Rücktritt hat er uns erklärt,
dem er sich hatte lang´ verwährt.
Und damit ist, wer hätt´s geglaubt,
ein Bayer jetzt Staatsoberhaupt,
bis daß man einen neu´n wird wählen
- der muß fei 40 Jahre zähen!
Gar manche wohl, die taten schrei´n,
die kündeten: „So darf´s nicht sein!“,
und die man ganz bestürzt konnt´ seh´n
- in Presse, Medien und Fernseh´n -,
die werden nicht viel besser sein,
schaut man in ihre Vita rein:
die nutzen wohl auf ihre Weise
auch manchen Bonus, Gunsterweise,
Verbilligungen für´s Gefährt,
Vergünstigungen, die gewährt
- man nimmt halt mit, was eben geht,
solang man so hoch oben steht
in Politik und Wirtschaftsleben,
wo alle an ihr´m Posten kleben.

Wieviele sind´s in allen Jahren,
die wie die Wulffs nach München fahren
und frei sich lassen laden ein
zu Bier und Haxen von dem Schwein?
Man sieht sie beim Oktoberfest,
wo es sich prächtig feiern läßt!
Und müßte schließlich jeder geh´n,
den man dort jemals hat geseh´n,
der seine Chance nicht verpaßt,
der eingeladen und als Gast
auf d´Wiesen gratis gehen kann
- dann wäre auch der Pfarrer dran,
der ja September letztes Jahr
auch auf die Wies´n eing´laden war!

Ja, hätten nicht wir alle hier
ein bisserl was von unser´n vier,
a Gottvertrau´n und unser´n Glauben,
das würde schier den Schlaf uns rauben,
dann würden wir wohl kaum ertragen,
was in der Welt sich zugetragen!
„Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“
Das kam ja wieder - welch ein Graus!
Die fünfte Staffel Dschungel-Camp
suchte den neu´n Survival-Champ.
Mit Promis, unbekannt zumeist,
ist man bis in den Urwald g´reist,
vergaß auch nicht dorthin zu schleppen
den dicken Bach, den größten Deppen!
Die Gäste mußten - ganz fernöstlich! -
verspeisen Ekelzeug - wie köstlich!
An Maden und an Würmern viel,
die Augen vo´ am Krokodil,
als Krönung dann auch noch dazu
das beste Teil vom Käguruh!
Doch ek´lig wurd´ nicht nur gegessen
- manch einer ist auch dringesessen
in Kakerlaken und in Schleim.
Ich frag´ mich, muß das wirklich sein?
Mir scheint, es ist, wer dorthin rennt,
nicht promi-, sondern dekadent!
Wie dumm muß man denn wirklich sein,
will man in diese Sendung rein?
Normal sind sie wohl sicher kaum
- und die, die sich den Schmarrn anschau´n
- man kann nur hoffen, beten, glauben:
Laßt den Verstand euch doch nicht rauben!

Das Dschungel-Camp für´n „kleinen Mann“
man schon ganz billig haben kann:
Man braucht nur in ein G´schäft rein laufen
und sich ein Müller-Brot dort kaufen
- denn die Ballaststoffe da drinnen,
die liefen kürzlich noch von hinnen.
Auch das läßt zweifeln am Verstand!
Das Brot ist angereichert bis zum Rand,
denn Ungeziefer, Mäuse, Maden
bei Müller-Brot ´ne Heimat haben!

D´rum kauft euch immer Müller-Brot
- nicht nur aus echtem Korn und Schrot,
nein auch mit echtem Mäusekot!
Denn das regt die Verdauung an,
bei Alt und Jung, bei Frau und Mann.
Wie´s in der Müsli-Werbung heißt:
Wer sowas ißt, der richtig sch.....luckt!

Ja, hätten nicht wir alle hier
ein bisserl was von unser´n vier,
a Gottvertrau´n und unser´n Glauben,
das würde schier den Schlaf uns rauben,
dann würden wir wohl kaum ertragen,
was in der Welt sich zugetragen!

Ein Faß, das keinen Boden kennt
- ja, Griechenland man jetzt so nennt!
Trotz Rettungsschirme noch und nöcher,
zu stopfen Hellas´ Schuldenlöcher;
trotz der Versprechen, streng zu sparen,
wo Drachmen einstmals locker waren;
trotz Mercozy im Schulterschluß,
für die es war und ist ein Muß,
der Griechen Euro zu erhalten,
weshalb sie auch als Dream-Team walten:
Der Staatsbankrott, der droht noch immer,
und viele glauben ja schon nimmer,
daß Hellas sich noch retten kann!
Ausbaden muß´s der kleine Mann,
der seine Welt nicht mehr versteht
und deshalb auf die Straße geht.
Doch daß man tobt und randaliert
und die Gewalt gar eskaliert
- das geht zu weit; man muß schon fragen
und ehrlich eine Antwort wagen:
Wer zahlte denn schon Steuern dort,
und wer brachte sich ohne fort?
Wer hat Athenas Eule g´stutzt
und jedes Schlupfloch ausgenutzt?
Wer trägt die Schuld, das nun so kreist
der Pleitegeier frech und dreist?
Wer ließ sich Renten ausbezahlen
in hohen und horrenden Zahlen?

Den Ruhestand hat man bezahlt
selbst jenen, die - einst krank und alt -
inzwischen längst verstorben sind
für´s Kind und noch für´s Kindeskind!
Ja, Rente haben selbst bekommen,
die niemals sind zur Welt gekommen!
Daß hier doch etwas wirklich hinkt,
daß der Betrug zum Himmel stinkt,
daß dies nicht zu bezahlen ist,
daß hier der Mammon selbst sich frißt
- das muß doch jeder wohl erkennen,
der kann ein Hirn sein eigen nennen!

In Griechenland, ging´s nach den Renten,
ja sicher wohl sich viele fänden,
die weit sind über hundert Jahr
- welch ein Betrug, das ist doch klar!
Da lob´ ich mir doch hierzulande
den Joopi aus den Niederlande!
Bis fast zum Schluß, da trat er auf!
Zwar kam er selbst nicht mehr hinauf,
doch angelehnt und angebunden,
da überstand er manche Stunden
und sang aus vollem Halse dann:
„Ich hundert Jahre werden kann!“
Mit hundertacht nun - unerwartet
und plötzlich - hat der Tod gewartet!
Am fünften zwölften neunzehndrei
bracht´ ihn der Nikolaus herbei;
nach allem, was vergönnt ihm war,
hat nun, nach vielen, vielen Jahr´
Johannes Heesters, die Legende,
das Christkindl geholt am Ende!

Ja, hätten nicht wir alle hier
ein bisserl was von unser´n vier,
a Gottvertrau´n und unser´n Glauben,
das würde schier den Schlaf uns rauben,
dann würden wir wohl kaum ertragen,
was in der Welt sich zugetragen!

Kaum daß im Fasching letztes Jahr
die Predigt hier verklungen war,
da wurde arg erschüttert dann
im fernen Osten ganz Japan!
Erst bebte schwer die Erde dort,
zerstörte auch so manchen Ort,
ließ einstürzen so manches Haus
- doch´s dicke Ende stand noch aus:
Dem Beben nämlich schloß sich dann
ein schrecklicher Tsumani an;
und wen verschonte erst das Beben,
der mußte noch voll Graus erleben,
daß all sein Hab und all sein Gut
riß dann hinweg Wasserflut.
Doch war auch damit noch nicht Schluß
- es kam so, wie es kommen muß:
das Kernkraftwerk von Fukushima
verkraftete dies alles nimma
- es kam zum GAU, zur Explosion,
wie einstmals in Tschernobyl schon!
Ja, alle Welt auch hier erfuhr:
Klein ist der Mensch, groß die Natur!
Die Strahlung wurde mehr und mehr,
verseuchte Erde und auch Meer;
es blieb nur noch die blanke Flucht
all denen, die da heimgesucht;
und keiner weiß, wie´s weiter geht
- die Zukunft in den Sternen steht!

Zwar schnell auch hier in unser´m Land
sich darauf eine Lösung fand:
Atomausstieg so schnell wie möglich,
denn AKWs, die sind ja tödlich!
Das schaffte schwarz und gelb allein
- man wollte halt im Trende sein!
Denn Wutbürger, die demonstrier´n
und sich gar fleißig engagier´n,
die kann man ja in letzter Zeit
sehr häufig sehen weit und breit:
Man demonstriert gegen Atom;
und auch im „Ländle“ lange schon
regt sich der Widerstand bis heut`,
weil manchen dort halt gar nicht freut,
daß „Stuttgart 21“ wird
bald unterirdisch fortgeführt.
Auch viele Menschen sind dabei
bei der Bewegung „Occupy“;
seither auf der New York-Wall Street
man viele Maskenmänner sieht,
die gegen Bankenallmacht kämpfen
und Aktienmärkte wollen dämpfen.
Und jüngst das Stichwort „ACTA“ hieß,
was grad das Jungvolk arg verdrieß,
die finden Regeln gar nicht nett
statt freier Bahn im Internet,
statt freiem Zugriff auf Gedanken,
statt Surven, Googlen ohne Schranken!
Ja, für fast nichts und gegen alles
sind heut´ im Falle eines Falles
die neu´n „Piraten“ uns´rer Tage,
die sind zwar keine Seemannsplage,
dafür jetzt voll und ganz dabei
als echte Wutbürgerpartei!

Ja, vieles gibt´s worüber man
sich heut´ Gedanken machen kann
und müßte sicherlich auch noch
- viel wichtiger, so scheint es doch
(schau´n wir zurück ins letzte Jahr!),
daß um manch´ Tier ein Rummel war:
Die Kuh Ivonne war auf der Flucht
und wochenlang hat man sie g´sucht!
Und Eisbär Knut, einst junger Star,
ganz plötzlich tot im Wasser war!
Und auch mit Schielen ist´s jetzt rum
seit Heidi starb, das Opossum!
Und dann, weit in Neuseeland unten,
hat einen Pinguin man g´funden,
der heimatlos und fast am Ende
fiel in der Menschen Herz und Hände;
man päppelte ihn wieder auf
und brachte ihn wieder nach Haus.
Ja, Rettung kam für „Happy Feet“
- und das natürlich gern man sieht!
Ja, um ein Tier, dreht all´s sich drum
- doch daß die Menschen kommen um
in aller Welt, in aller Land
- durch Seuchen und durch Feindeshand,
durch Hunger, Kriege und Gewalt
- das nimmt man hin: „So ist das halt!“

Ja, hätten nicht wir alle hier
ein bisserl was von unser´n vier,
a Gottvertrau´n und unser´n Glauben,
das würde schier den Schlaf uns rauben,
dann würden wir wohl kaum ertragen,
was in der Welt sich zugetragen!

{tab=Gemeinde}
Überraschung für die Kinder

Nach all den Viechereien eben
woll´n wir am End´ uns noch begeben
in unser Hohenfelser Land,
was hier sich zu berichten fand:

Ganz feurig rot - man muß es loben! -
steht jetzt ja in Markstetten oben
ein neues Haus der Feuerwehr.
Wie freuten sie sich alle sehr,
als sollt´ die Einweihung dort sein
- und viele Gäste lud man ein.
Man leider hat - so ist das Leben! -
den Feier-Ort nicht angegeben!
Trotzdem fand diese Segnung statt
- es stand ja drin im Pfarrbriefblatt!
Ja, stellt euch vor, ein Häuschen brennt,
und man auch hier den Ort kennt
- man kommt zum Löschen gar zu spät,
vom Brandobjekt dann nichts mehr steht!
Wann man dann eintrifft, ist schon wurscht
- zum Löschen bleibt ja noch der Durscht!
Doch haben´s die zumindest g´schafft,
wozu sich leider aufgerafft
noch immer nicht der Bürgermeister
- aus Holzheim, Bernhard Graf, so heißt er -,
zu weih´n das neue Rathaus ein
- jetzt sollt´ es langsam wirklich sein!
Könnt´ sein, er wartet damit glei
bis daß der Marktlad´n is dabei,
der ja jetzt bald, am Tag, der schaltet (29.2.),
- so Bürgermeisters Wille waltet! -
aus seiner Taufe g´hoben wird
- wenn man auch ist noch irritiert,
wo er ein Plätzchen finden kann:
Beim Hensel-Haus und nebenan,
am Bolzplatz hinten, weg vom Schuß,
vielleicht - der Weisheit letzter Schluß? -
im alten Brauhaus unten drin?
Ja, für den Markt wär´s ein Gewinn!
Und sollt´s tatsächlich sich ergeben,
daß beide krieg´n mitnand den Segen,
so gäb´ ich - was von Vorteil wär´ -
Mengenrabatt bei Weihwasser!

{tab=Pfarrei}
Faschingsgottesdienst

Zuletzt schau´n wir von Hoh´nfels aus
katholisch in die Welt hinaus
- wo sich was rührte letztes Jahr
von uns dabei stets jemand war:
Wir gingen auf dem Jakobsweg
manch holprig-steilen Wandersteg
bis nach Santiago hin zum Ziel,
wo es uns wirklich gut gefiel!
Auch war´n wir in Berlin dabei,
als kam der Papst dort mal vorbei.
Beim Gottesdienst in Preußenlanden
wir Benedikt zu Seite standen!
Und auch natürlich in Madrid
machten die Hohenfelser mit!
Weltjugendtag da unten war
- Millionen kamen, eine Schar!
Recht spanisch kam´s dem Pfarrer vor
- mit „Buenos dias!“ - „Si, senor!“
Bei dreißig Grad mußte man schwitzen,
da tat man gern im Schatten sitzen;
zumal, wenn auch der Papst erscheint!
„Bald wer´n man seh´n!“, so hamma g´meint!
Wir freuten uns ganz ohne Maße!
„Zum Papst“, so hieß es, „woll´n wir geh´n!“
- „Erste Reihe, falsche Straße,
darum hab´n wir´n nicht geseh´n!“

Doch all uns Spaniern-Pilgern blieb,
was man als Motto niederschrieb:
„Auf Christus fest im Glauben steht!“
Und so, ihr Christen alle, seht,
sind wir jetzt wieder angekommen,
was wir am Anfang schon vernommen:
Wenn man fest steht im Gottvertrau´n
dann kann man froh nach vorne schau´n.
Wenn Glauben man sein eigen nennt
-das ist ein gutes Fundament;
dann ist in allen Lebenslagen
der Mensch von seinem Gott getragen;
dann kann er selber and´re halten
und Gott durch sich auch lassen walten
- wie uns´re vier - denkt stets daran! -,
die ihren Freund getragen hab´n!

Und in dem Gottvertrauen dann
kann man die 40 steuern an
- die 40 Tage Fastenzeit,
die geben uns Gelegenheit,
den Glauben in uns zu erneuern,
des Geistes Glut neu anzufeuern,
sich fest auf jenes Fundament
zu stellen, das man Jesus nennt!

Dann sind wir alle stets getragen
in allen unser´n Lebenslagen,
und dann auch unser Glaube hält
die ander´n und den Rest der Welt.

Dann können wir durch´s Leben geh´n
wie wir´s bei diesen vier geseh´n,
die einstmals ja zu Jesus kamen,
mit festem Gottvertrauen. Amen.
{/tabs}