VolkstrauertagIn seiner Predigt zum Volkstrauertag sagte Pfarrer Udo Klösel, dass  "Allerseelen, Totensonntag und Volkstrauertag den November prägen. Die Gedenktage laden ein, über die Endlichkeit menschlichen Lebens und damit auch über unser Tun und Lassen nachzudenken.

 

Die Zahlen der Toten beider Weltkriege seien erschreckend. Sie hätten ein fast apokalyptisches Ausmaß. Die Wunden und Narben dieser menschlichen Katastrophen seien bis heute nicht verschwunden. Immer noch würden Bomben entschärft und gesprengt, die in den dunklen Tagen des Krieges auf die Menschen niedergegangen wären. Familienangehörige wüßten bis heute nicht, ob, wann, wie oder wo ihre Väter, Brüder und Großväter gefallen wären.

 

Wir dürften nicht säumen und nachlässig werden in unserem Engagement für den Frieden. Die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt sei mehr als ein ehrendes Gedächtnis - sie würde vielmehr in uns die Verpflichtung, dem Übel von Terror und Krieg in unserer Welt keinen Raum mehr zu geben, begründen."

 

Der Kommandeur der US-Garnison, LTC Kevin Quarles nahm gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern des Hohenfelser Landes an der Gedenkfeier vor dem Kriegerdenkmal teil. Nach dem Segensgebet durch Pfarrer Udo Klösel drückte Bürgermeister Bernhard Graf in seiner Ansprache aus, dass "der Volkstrauertag sich nicht nicht in der Rückschau und Tradition erschöpfen dürfe. Er sei ein sehr aktueller Gedenktag, den wir bräuchten. Er schütze vor dem Vergessen und Verdrängen. Er mahne uns, aus den Schreckensbildern der Vergangenheit die richtigen Schlüsse zu ziehen. Gegen Krieg und Gewalt, für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit - das sei seine Losung. Am Volkstrauertag würden wir uns zum Wert des Lebens bekennen."

 

Für die SKK Hohenfels betonte ihr Vorsitzender Georg Münchsmeier, dass "je früher soziale und kulturelle Werte vermittelt würden, desto erfolgreicher könnte Integration stattfinden, die letztendlich zum friedlichen Zusammenleben beitrüge. Doch so lange Menschen den Krieg lernen würden, Soldaten in den Krieg ziehen würden, Atomwaffen die Welt bedrohen würden, Hass in die Herzen gepflanzt würde, Kinder keine Liebe bekämen, Streit die Menschen bedrohen würde, die Gewalt schlimmer würde, die Armut sich auf der Erde verteilen würde,  Menschen vereinsamt vegetieren würden - so lange würde es keinen Frieden geben. Für diesen Frieden müssten wir kämpfen und im Andenken an die vielen Opfer der Kriege den Volkstrauertag weiter begehen, damit sie nicht umsonst gestorben wären."

 

Gottesdienst und Gedenkfeier wurden von der Kolping-Jugendblaskapelle unter Leitung von Patrick Siebenborn musikalisch umrahmt.