Die US-Army plant nicht, einen Großteil der Übungsflüge einer Kampfhubschrauberbrigade von Ansbach nach Grafenwöhr und Hohenfels zu verlagern. Dies hat Bundesverteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière  MdB Alois Karl  mitgeteilt.


Der Bundestagsabgeordnete hatte sich entschieden dagegen verwahrt, „ein Problem dadurch zu lösen, es in eine andere Region zu verschieben“. Er hatte Anfang September nach Medienberichten, wonach angeblich „ein Großteil“ der Übungsflüge von Ansbach in die Oberpfalz verlagert werden sollte, sofort den Bundesverteidigungsminister angeschrieben und ihn gebeten, bei der US-Army zu eruieren, was denn genau die amerikanischen Streitkräfte planen. Es kann seiner Meinung nicht sein, im Zuge einer ‚Good Will‘-Aktion lärmintensive militärische Übungen an einen anderen Standort zulasten der dortigen Bevölkerung zu verlegen.“


„Nach Aussage der US-Botschaft in Berlin sei es nicht vorgesehen, die Mehrzahl der Übungsflüge in den Raum Grafenwöhr bzw. Hohenfels zu verlagern“, antwortete nun der Verteidigungsminister. „Lediglich während der vor einer Verlegung in ein Einsatzgebiet liegenden Übungsphasen im scharfen Schuss wird gleichzeitig routinemäßige Flugausbildung auf und von den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels durchgeführt.“


Bundesverteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière wies darauf hin, dass „bei diesen Flügen bereits heute Beschränkungen und lokale Auflagen gelten, die über die Bestimmungen für den Betrieb von Hubschraubern an militärischen Flugplätzen in Deutschland hinausgehen.“ Gleichwohl werde sein Ministerium „auch zukünftig bestrebt sein, die Belastungen für die Bevölkerung durch militärischen Übungsflugbetrieb in Deutschland im erforderlichen Rahmen zu halten und die US-Streitkräfte in deren stetem Bemühen unterstützen, Ausbildungs- und Einsatzflugbetrieb so durchzuführen, dass die Belastungen für die umliegenden Gemeinden auf das unvermeidbare Maß begrenzt werden“.