v.l.nr.: Rudolf Schulze, Rudolf Seibold und Heinrich Eichenseer sen.Obwohl das erste Fernsehprogramm versuchsweise bereits 1952 gestartet worden war und das ZDF im April 1963 seine Geburtsstunde erlebte, dauerte es in Hohenfels noch bis 1968 bis ein Fernsehempfang innerorts möglich war. Auch wenn vereinzelt schon Fernsehgeräte betriebsbereit waren, war für die meisten Einwohner im Bereich des Forellenbachtals der Empfang aufgrund der umliegenden hohen Berge nicht möglich.

 

 Nach einer langen fernsehlosen Zeit initiierten Peter Vogel und Erwin Huger, unterstützt durch Bürgermeister Ludwig Inzenhofer, die Installation einer großen Empfangsantenne auf dem Schloßberg. Von dort wurden die Fernsehsignale über ein Kabelsystem in die Häuser im Talbereich transportiert. Zu diesem Zweck war der Antennenverein in Hohenfels gegründet worden, dessen alleinige Aufgabe die Versorgung der Ortschaft mit den Fernsehprogrammen war, die sich zwischenzeitlich um das "dritte" Programm vermehrt hatten.

 

Die technische Betreuung der Anlage hatten die Firmen Heinrich Eichenseer aus Parsberg und Elektro Rudolf Schulze aus Hohenfels seit 1969 übernommen. Die zentrale Empfangsanlage besaß ursprünglich Röhrenverstärker, die bis Ende 1978 sukzessive durch Transistorverstärker ersetzt wurden.  Der Hauptanschluß der Anlage befand sich im Haus "Sterzenbach Nr. 7", in das das Kabel vom Schloßberg führte.. In seiner Hochblüte besaß der Antennenverein, dessen Vorsitzender seit 1972 Rudolf Seibold war, 218 Hausanschlüsse, die wiederum mehrere Wohnungen im Haus versorgen konnten.

 

Mit Beginn des Satellitenempfangs im Jahr 1986 wurde die Anlage erweitert und es konnten 14 Sender empfangen werden. Dennoch  traten immer mehr Mitglieder aus dem Verein aus.  Zuletzt verfügte der Antennenverein nur noch über 60 Hausanschlüsse. Aufgrund der schwindenden MItgliederzahl fasste man den Beschluß, zum 1. Juli 2011 die Anlage abzuschalten. Eine Ära ist zu Ende gegangen.