Biermösl Blosn im KeltensaalDie drei Brüder Hansi, Michael und Christoph  Well nahmen bei ihrem Auftritt im Keltensaal kein Blatt vor den Mund und derbleckten mit ihren Spitzen, denen nichts heilig war, Politik und Kirche. Aber gerade das ist es, was das begeisterte Publikum hören wollte.

 

Ihren "bösen" Wortwitz setzten sie musikalisch in höchster Vollendung in Szene. Neben  Akkordeon, Tuba, Gitarre u.a. spielten sie mit einer "mittelalterlichen" Drehleier, Harfe, Dudelsack und Alphörnern.  "In Bayern herrscht das Chaos und nichts ist mehr, wie es war." war die Überleitung zum aktuellen Thema Atomkraftwerke. Sie prophezeiten das Ende der CSU im schwarzen Universum. Eine besondere Beziehung hatten sie zum "Kreisheimatpfleger Toni Drexler", der immer bereitwillig mit einem Rat zur Seite stand, gleich ob es sich um Kreisverkehre, Bürgerversammlungen im Feuerwehrhaus oder Komasaufen handelte.

 

Bei dem was Hunde machen, sieht mancher rot und so empfahlen sie "am besten, man macht ein Hundescheißverbot." Neben einer beachtliche Korrespondenz mit der Rechtsabteilung von Warsteiner stellten einige hausgemachten Bauernregeln vor: "Ist der Sommer trocken oder nass, macht den Bauern das Jammern noch mehr Spass. Steht nach Allerheiligen noch auf dem Feld das Korn, ist es wahrscheinlich vergessen word'n. Ist Weihnachten wieder im Dezember, gibt's an neien BayWa-Bauernkalender."

 

Mit der zweiten stürmisch geforderten Zugabe setzte Christoph Well  im "Heavy Metal"-Outfit bei der hauseigenen "Ü30-Party"  eine furiosen Schlußpunkt. Zur Begrüßung hatte Hansi Well bereits einige Hohenfelser Gegebenheiten aus der Sicht der Wellbrüder kommentiert:

 

Grüaß euch Gott, es Leitl alle,

in dieser herrlich geschmückten Mehrzweckhalle!

In Hohenfels, der Perle vom Oberpfälzer Land,

wo der Graf von Hohenfels regiert,

a jeder Weg nach Effersdorf führt,

wo unter da Kirch a Quelln'n rauskimmt

und a Biber unter der Kirch in Pfarrgarten schwimmt,

wo da Pfarrer manchmal sei Tierliebe vergißt,

wenn da Biber seine Rosen zammafrißt,

wo ma andauernd in Hundsdreck nei'steigt,

und da Gemeinde statt der Hundesteuer nur der Hundsdreck bleibt,

wo manches oide Haus fast zammabricht,

weil sein Besitzer z'stingat is, dass er's herricht,

dös is dauart, wo amoil a Lebensmittelgschäft ei'gricht wird,

weil die Einwohnerzahl abnimmt und net mehra wird,

weil da Hohenfelser z'faul is, dass er sich vermehrt,

wo's so schwarz san in de Derfa,

dass sogar bei Mondfinsternis no an Schatten werfa.

Heut hat uns dös Schicksal dohi verschlag'n,

wo's den berühmten Bundestagsabgeordneten Alois Karl hab'n,

der is so herausragend, dass's herausragender nimma geht,

wenn er zwisch'n zwoa Gartazwerge steht.