Beitragsseiten

So kommen wir in unser Land,
wo manches auch auf Sand nur stand.
Die Politik im letzten Jahr
machte dies wahrhaft offenbar!
So schien am Ende manchmal schon
die schwarz-gelbe Koalition
und gar auf eitlen Sand gebaut,
weil keiner hier dem ander´n traut.

Dafür man nicht mit Titeln geizt,
die man sich gar ans Hirn hinschmeißt:
Als „Wildsau!“, so die FDP,
man manchen CSUler seh´
- worauf der Dobrindt kontert schnell:
„Ihr seid a Gurkentruppe, gell!
Ihr seid ja völlig durchgeknallt!“
So durch´s den deutschen Reichstag hallt!
„So hammas gern: Erst spielen´s schlecht,
dann maulen´s rum - ja, des is recht!“
Trotz alledem: Schwarz-Gelb noch steht!
Ja, „schau mer mal“, wie´s weitergeht!

Denn daß man nicht ganz felsenfest
zusammenhält - ja, das steht fest!
Das hat ein jeder wohl erkennt,
als wählte man den Präsident.
Nicht einen brauchte man, nicht zwei
- es brauchte der Wahlgänge drei,
bis endlich weißer Rauch erschien
und Wulff konnt´ in Bellevue einzieh´n
als neuer erster Mann in Staat,
der freilich nichts zu sagen hat.
Er aber, wie ihr sicher wißt,
doch wenigstens katholisch ist!
Das Amt des Bundespräsident,
das man seit 60 Jahren kennt,
war erstmals frei, weil der, der´s war,
zurücktrat - plötzlich, nach sechs Jahr!
Ja, eigentlich verläßt im Fluge
der Adler seine gute Stube,
die hoch im Felsen eingeschmiegt
- auch „Horst“ genannt - ganz sicher liegt.
Doch letztes Jahr - wer konnt´ es fassen! -
hat Horst den Adler doch verlassen!
Der Bundesadler war verwaist,
was uns doch wiederum beweist:
Auf Felsen nicht einmal der stand,
der erster war im deutschen Land!

 

Und schließlich dann, der „von und zu“,
der uns ließ lange keine Ruh´!
Am Schluß trat er nun doch zurück
- nach Stolpersteinen, Stück für Stück:
Erst Superstar, beliebt so sehr
wie sonst gar kein Poltiker!
Doch dann gab´s an Kritik zu viel
- sein Felsen bröckelte, zerfiel:
Erst Kundus und Afghanistan,
wo d´Bundeswehr steht ihren Mann;
dann die Gorch Fock samt Kapitän
- man konnt´ ihn kurz vorm Kentern seh´n;
doch brachte ihn dann erst zu Fall
kein militärisch lauter Knall
- die Wissenschaft mit ihren Tücken,
die Doktorarbeit, deren Lücken
geschlossen war´n mit fremden Sätzen,
ohne die Fußnoten zu setzen.
Sein Doktortitel sandig stand,
so uns´re Lichtgestalt verschwand.
Doch daß als erster dann danach
der Gysi schlaue Worte sprach
- das, mit Verlaub, ist blanker Hohn,
denn er - im Stasi-Spitzel-Ton -
hat sicher mehr auf dem Gewissen
und öfter wohl auch schon beschissen!
Er richtet den, der gut gedient
- das hat der Gutti nicht verdient!

 

Ja, vieles wird auf Sand gestellt,
was man für groß und wichtig hält;
und oft man nicht auf Felsen baut,
wenn man in uns´re Welt rausschaut!

Ja, oft könnten wir dies noch seh´n,
wenn wir durch unser Deutschland geh´n.

So träumte man - man glaubt es kaum! -,
den schwarz-rot-gold´nen WM-Traum,
Tatsächlich war´n wir erst der Knüller,
dank Özil, Schweini, Lahm und Müller.
So schickten wir ja England heim,
dann zahlten wir es auch noch heim
dem, der da einst mit „Gottes Hand“
den Weg ins deutsche Tor reinfand!
Das Ende kam uns spanisch vor,
traf doch Puyol das deutsche Tor.
Im Halbfinale, da war Schluß
- und recht behielt der Oktopus,
der damals Kultstatus gewann,
weil Krake Paul „orakeln kann“.
Und als er dann im Herbst ging ein,
da war es wirklich ja zum Schrei´n:
Man trauerte und wählte glei
- wie bei am Papst - Paul Nummer zwei!
Wer auf Orakelkraken traut
- hat der auf festen Fels gebaut?

 

Ja, manches wäre noch zu sagen,
wo falsche Fundamente tragen:
Ein Blick auf´s Fleisch- und Ei-Regal:
Was macht der Dioxinskandal?

Ein Blick in´s Nachbarland der Schwaben:
Wird dort ein Fundament denn haben
der „Stuttgart 21“-Plan,
durch den manch´ Bürger Wut bekam?

Ein Blick auch auf Olympia,
wird das denn hier in Bayern wahr
und steht auf festem Fundament,
was man „Olympia 18“ nennt?

Ein Blick zum FC Bayern geht,
der ziemlich ja auf Treibsand steht!
Die Meisterschaft ist längst passé
und der Pokal vom DFB
- die Campions League bleibt jetzt allein
der Hoffnungs- oder Stolperstein!

Ein Blick auf Thilo Sarazin,
auf den man haute kräftig hin,
weil „Deutschland schafft sich ab“ er sagte
- und treffend so doch hinterfragte,
was letzte Woche Erdogan
in Düsseldorf sprach wieder an:
„Hauptsache, daß ihr Türkisch könnt!“
Ist das ein gutes Fundament?
Und warum mahnt dies keiner an,
wie man´s bei Gutti hat getan?

Ja, vieles wird auf Sand gestellt,
was man für groß und wichtig hält;
und oft man nicht auf Felsen baut,
wenn man in uns´re Welt rausschaut!