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Liebe Schwestern! Liebe Brüder!

 


Der Fasching kommt auch heuer wieder!
Wenngleich er ja so lang wie selten,
so soll natürlich wieder gelten,
daß hier in diesen heil´gen Hallen
darf heute wieder Lachen schallen!
Doch dies soll sein nicht ohne Grund
und ohne Ziel in dieser Stund´
- sind wir doch hier an diesem Ort,
weil uns gesagt wird Gottes Wort,
aus dem wir ja als Christen leben,
und dem wir ein Gesicht soll´n geben!

 

Entsprechend lädt die Predigt mein
nicht nur zu Spaß und Lachen ein
- sie will auch helfen nachzudenken,
worauf wir unser Christsein lenken,
was wichtig ist für unser Leben
wem wir sollen Vertrauen geben,
und was die Erde trägt und hält,
damit sie nicht ins Leere fällt!

 

D´rum macht jetzt Herz und Ohren weit,
und nehmt euch auch ein wenig Zeit,
mit Spaß und Ernst heut´ auszuloten,
was Jesus einst am Berg geboten.
Denn wie seit ein paar Wochen schon
hat in ganz feierlichem Ton
uns g´rad´ Matthäus übermittelt,
was wird „Die Bergpredigt“ betitelt,
in der wir Jesu Glaubenskern
wie damals so auch heut´ noch hör´n!


Das Bild, das eben uns genannt,
ist wohl vertraut und auch bekannt:
Wer sich sein Haus auf Felsen stellt,
dem es nicht leicht zusammenfällt.
Auch wenn da fluten Wassermassen,
die kann das Flußbett nicht mehr fassen,
auch wenn die Stürme toben, rütteln
und mächtig an dem Hause schütteln
- es bleibt fest steh´n, es fällt nicht ein,
ruht´s doch auf festem Felsenstein!


Doch wer auf Sand da baut sein Heim
- dem fällt es sicher wieder ein.
Wenn Stürme toben und d´ran rütteln,
wenn´s Wassermassen feste schütteln
- dann wird´s zerstört, ja es kracht ein,
denn Sand kein Fundament kann sein!

So soll es auch - will Jesus sagen -
stets sein in allen Lebenslagen:
Auf Gott soll´n wir ganz fest vertrau´n,
auf ihn ganz unser Leben bau´n.
Ja, er will sein das Fundament
für uns und für das Heil Welt.


Auf Gott wir können alles setzen,
auch wenn so viele anders schwätzen,
wenn mancher heut´ in uns´rer Welt
sein Haus auf and´re Dinge stellt:
auf Ruhm, Erfolg, auf Geld und Macht.
Auch wenn er stolz voll Hochmut lacht,
wenn er auf Kosten and´rer lebt,
wenn er an Geld und Reichtum klebt,
wenn er sich läßt von allen loben
- es kommt der Tag, da Stürme toben;
es kommt die Zeit, da nichts mehr trägt
- und dann vielleicht nach Gott er frägt!


Ja, vieles wird auf Sand gestellt,
was man für groß und wichtig hält;
und oft man nicht auf Felsen baut,
wenn man in uns´re Welt rausschaut!

Dies woll´n wir auch - wie jedes Jahr -
jetzt wieder tun - das ist doch klar!
Denn vieles wieder ist gescheh´n,
wenn wir ein wenig rückwärts seh´n,
wenn wir jetzt rausschau´n in die Welt,
wo vieles ist auf Sand gestellt,
wenn wir jetzt schau´n in unser Land,
wo viel auch nicht auf Felsen stand,
und wenn wir dann am Ende eben
noch schaun´n ins Hohenfelser Leben.

So hört gut hin und gebt fein acht,
was sich der Pfarrer ausgedacht!