Viele Veränderungen zum JahreswechselDer Jahreswechsel bringt  viele Veränderungen mit sich, die jeden Einzelnen von uns betreffen. Nachfolgend werden die wichtigsten Änderungen aufgeführt. Es gibt jedoch noch viele weitere Neuerungen, die in der Auflistung nicht enthalten sind.

 

 

 

Abgasplakette: Es gibt keine sechseckigen Plaketten für die ASU mehr. Künftig dient die runde Plakette der Hauptuntersuchung als Nachweis für die ASU.

 

Altersvorsorge: Berufstätige können künftig mehr für berufliche Versorgungswerke und Rürupverträge sowie Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung von der Steuer absetzen.

 

Bankberatungsprotokoll: Ab 2010 müssen Bankberater ihre Beratungsgespräche nach strengen Vorgaben protokollieren. Neben der Dauer des Beratungsgespräches muss auch die finanzielle Ausgangslage und die Wünsche des Kunden notiert werden. Der Berater muss begründen, warum er dem Kunden eine bestimmte Anlage empfohlen hat.

 

Beitragsbemessungsgrenzen: Der monatliche beitragspflichtige Höchstbetrag steigt in der Rentenversicherung auf 5.500 € in den alten Bundesländern und auf 4.650 € in den neuen Bundesländern. In der Krankenversicherung erhöht sich der Betrag bundesweit um 75 € auf 3.750 €. Die Versicherungspflichtgrenze liegt 2010 bei 4.162,50 €.

 

ELENA-Verfahren: Monatlich wird für jeden Beschäftigten ab dem 1. Januar 2010 ein besonderer Entgeltdatensatz an eine Zentrale Speicherstelle (ZSS) übermittelt. Was Praktiker begrüßen, das stößt bei Datenschützern auf wenig Gegenliebe: Sie betonen, ELENA sei nichts anderes als eine pauschale Bevorratung aller Entgeltdaten Deutschlands, unabhängig von der Tatsache, ob und für was diese Daten jemals benötigt werden.

 

Erbschaftssteuer: Geschwister sowie Nichten und Neffen müssen weniger Erbschaftsteuer zahlen. Die von ihnen zu zahlenden Steuersätze werden gesenkt. Nach dem persönlichen Freibetrag von 20.000 € steigt der Steuersatz künftig von 15 % bis auf 43 % Erbschaftssteuer (bisher von 30 % bis 50 %).

 

Kindergeld und Kinderfreibetrag: Das Kindergeld wird 2010 um 20 € erhöht. Der Kinderfreibetrag klettert von 6.024 € auf 7.008 €.

 

Grundfreibetrag: Single müssen Einkommen bis 8.004 € und Verheiratete bis 16.009 € nicht versteuern.

 

Kranken- und Pflegeversicherung: Arbeitnehmer, Beamte und Selbstständige dürfen jetzt ihre Basisbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung vollständig bei der Steuererklärung absetzen.

 

Kurzarbeitergeld: Die gesetzliche Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld ist 2010 per Sonderregelung auf 18 Monate verlängert worden.

 

Pflegeversicherungsleistungen: Für Kurzzeitpflege können in allen drei Pflegestufen im neuen Jahr statt 1.470 € jetzt 1.510 € geltend gemacht werden.

 

Steuerklassenwahl: Berufstätige Eheleute können sich für die neue Kombination der Steuerklassen IV-Faktor/IV-Faktor entscheiden. Dann fließen nicht nur eventuelle Steuerfreibeträge von Beginn an in die Steuerberechnung ein. Der Splittingvorteil kommt bereits während des Jahres zur Geltung.

 

Übernachtungen: Der Mehrwertsteuersatz für Übernachtungen sinkt auf 7 Prozent.

 

Umweltzonen: 2010 dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Feinstaubplakette in die Umweltzonen von Berlin und Hannover fahren. In Bremen, Frankfurt am Main und Neu-Ulm darf nur noch in die Innenstadt, wer eine gelbe oder grüne Plakette besitzt. Bonn, Freiburg, Heidelberg und Münster richten erstmals Sperrzonen ein.

 

Unterhaltszahlungen: Jährlich können bis zu 13.805 € des Ehegattenunterhalts bei der Steuer in Abzug gebracht werden. Die Höchstsumme für bedürftige Angehörige/Partner beträgt 8.004 €. Abgesetzt werden kann auch die Kranken- und Pflegeversicherung.