Grundsteinlegung_21 Unter den Augen vieler Bürgerinnen und Bürger setzte Bürgermeister Bernhard Graf am 29. Juli gemeinsam mit Architekt Edmund Wachter und dem Domus-Geschäftsführer Georg Leikam den Grundstein für das neue Rathaus in Hohenfels.

 

In seiner Ansprache schilderte er den historischen Prozess bis zu Grundsteinlegung und zitierte im Hinblick auf  das Entstehungsjahr des früheren Tuchergebäudes einen alten Spruch aus dem 19. Jahrhundert.

 

 

Es ist fürwahr ein alter Brauch, zu baun aus Quadersteinen.
Vor grauer Zeit schon pflegten auch die Künstler, teils aus kleinem,
zum anderen Teil aus großem Block für Landmann, Bürger, Kaiser
ein Heim zu bauen Stock auf Stock Auch heut ist man nicht weiser.
In Form und Stil wie mancherlei der Stoff auch Wechsel biete,
die große Menge bleibt dabei : der Stein nur ist solide.
Behaun, gefügt, geformt so schön Gesimse und Reliefe;
Den Mörtel darf man nicht umgehn gleich anfangs in der Tiefe.
Da gilts ein gutes Fundament, eine sichere Unterlage.
Ein guter Grundstein bürgt fürs End, das lehrt die alte Sage.
Er trägt den Bau so hoch und kühn in riesigen Gestalten.
Rast auch der Sturm darüber hin, man sieht nicht Ritz noch Spalten.
Und lächelnd schaut der Meister dann dies Stürmen und dies Toben:
"Der Bau steht fest, komm`s wie es kann, das Werk muß mich ja loben."
Auch stehn wir heut an dieser Stell mit ernsten hehren Zügen,
Bauherr, Bauplaner und Baumeister, den Grundstein einfügen.
So bette dich zur Unterlag. In Mörtel ich dich lege.
Ich geb` dir heute am Gründungstag die drei historischen Schläge.

 

In die Metallkassette legte Pfarrer Udo Klösel eine Festschrift vom 300jährigen Jubiläum der Skapulierbruderschaft mit einer Plakette hinein. Anschließend wurde die Kassette eingemauert und mit drei Hammerschlägen die Grundsteinlegung abgeschlossen. Pfarrer Udo Klösel betonte, dass dieses Bauwerk wirklich auf Fels errichtet sei und  betete gemeinsam mit den Anwesenden, bevor er den Segen erteilte. Zuvor hatte schon Architekt Edmund Wachter, der gemeinsam mit Architekt MIchael Naumann das Rathaus geplant hatte, festgestellt, dass es sich hier um ein Jahrhundertprojekt handle, da statistisch nur alle 200 Jahre ein Rathaus errichtet wird.

 

Im Anschluss an den Festakt gab es für alle einen kleinen Imbiss im Rathausstüberl. Die Metallkassette wurde am nächsten Morgen durch Georg wieder entfernt und wird später ihren Platz im Mauerwerk finden.