Auftakt Festwochen_13 Am Vorabend des Patroziniums trafen sich die Pfarrangehörigen auf dem Kirchplatz. Pfarrer Udo Klösel stellte in der kurzen Andacht die Glocken der Hohenfelser Pfarrkirche vor, die uns ein Leben lang begleiten. Das Blechbläserensemble der Kolping-Jugendblaskapelle eröffnete mit einem Fanfarenruf den Abend.

 

Die älteste Glocke (250 kg), die der Gottesmutter Maria geweiht ist, trägt die Inschrift "O hilfreiche Mutter, dir klin ich aus Lieb". Sie wurde 1744 von Johann Silvanus Kleeblatt in Amberg im Auftrag von Dekan MIchael Schnitter gegossen. Alle übrigen Glocken wurden von der Gießerei Johann Hahn in Landshut, die 1890 gegründet worden war und bis 1964 existierte, hergestellt.

Aus dem Jahre 1902 stammt die kleinste und dem hl. Franziskus geweihte Glocke, die wohl aufgrund ihre geringen Größe die Kriegswirren überlebte.  Ihr Guß war von Pfarrer Georg Braun in Auftrag gegeben worden.

 

Die übrigen drei Glocken ließ Geistl. Rat Wilhelm Ertl gießen. Die größte aller Glocken ist dem Hl. Ulrich (1300 kg), die beiden anderen sind dem Hl. JOsef ( 400 kg) und dem Hl. Konrad (800 kg) geweiht. Mit einem festlichen Einläuten der Festwoche endete die Andacht.

 

Den Gottesdienst zum Patrozinium gestaltete der Kolpingchor unter Leitung von Thomas Fischer mit. Am Ende des feierlichen Gottesdienstes erteilte Pfarrer Udo Klösel den Segen mit der Ulrichsreliquie.

 

Mit "Pastime with good company" aus der Feder von König Heinrich VIII (1491-1547) gaben "Bavarian Brass" das musikalische Motto des Abends vor. Nach Christoph Günther am Schlagwerk betraten die  Trompeter Florian Zeh und Benjamin Sebald den Altarraum. Von oben setzte Walter Thurn grandios an der Orgel ein. Romantische und bombastische Klangwelten lagen an diesem Abend nur eine Haaresbreite auseinander:

 

Die Trompeten brillierten mit strahlenden und festlichen Klängen.  Durch sein filigranes Spiel an den Pauken und dem Schlagwerk bestach Christoph Günther. Sein Soloauftritt am Marimbaphon mit  "A little prayer" von Eveln Glennie (geb. 1966) war sicherlich ein Höhepunkt des Abends. Und wieder einmal wurde deutlich, warum die Orgel als Königin unter den Instrumenten gilt: Bei Solostücken wie der Toccata per il "Deo Gratias" von Giambattista Martini (1706 - 1784) oder den Orgelvariationen über "Alle Menschen werden Brüder" zog Walter Thurn nicht nur alle Register seines Könnens, sondern auch die der Orgel. Mit stehenden Ovationen dankten die Zuhörer für dem unvergesslichen Abend.