Ostern_15 Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag. Er selbst steht im Zeichen des Einzuges Jesu in Jerusalem. Vor der Schießstättkapelle weihte Pfarrer Udo Klösel die Palmkätzchen, die nach einem alten Brauch von den Gläubigen meistens am Kreuz befestigt werden, um die Hausleute vor Bösem zu bewahren. Anschließend zog der Priester mit den Gläubigen, Kommunionkindern und Kolpingchor zur Pfarrkirche.

 

Am Gründonnerstag verstummten nach dem Gloria-Gesang die Glocken. Gemeinsam mit den Firmlingen und Erstkommunionkindern feierten die Kirchenbesucher die Einsetzung der Eucharistie beim letzten Abendmahl. Am Ende des Gottesdienstes trug Pfarrer Udo Klösel den Hostienkelch in einer Prozession zum Seitenaltar. Danach wurden die Altäre entblößt. Dies symbolisiert die Trauer über den Tod Jesu.

 

Die Ratschenbuben und -mädchen, die bis Karsamstag die "nach Rom geflogenen" Glocken ersetzten,  weckten am Karfreitag früh um sechs Uhr die Hohenfelser. Zum Wortgottesdienst, Kreuzverehrung und Kommunionfeier versammelten sich um 3 Uhr die Gläubigen in der Pfarrkirche. Da der Sabbat jüdischer Ruhetag ist, musste Jesus noch am Freitag zum Grabe gebracht werden. Am Karfreitag war auch tagsüber die Klausenkapelle auf dem Kalvarienberg zum stillen Gebet geöffnet, die eine Nachbildung der Grablegung Christi zeigt. Eine besonders imposante Darstellung des Hl. Grabes kann man in der Darshofener Kirche betrachten.

 

In der Osternacht kehrten die Glocken, die sich am Gründonnerstag verabschiedet hatten, beim Gloria mit vollem Klang zurück. Im überfüllten Kirchenschiff feierten die Gläubigen aus dem Hohenfelser Land den Triumph der Auferstehung Christi, seinen Sieg über den Tod. Zum Ende des feierlichen Gottesdienstes wurden die Speisen geweiht und die Kinder erhielten bunte Ostereier.

 

Vor der Kirche prangte der bunt leuchtende Osterbrunnen, den die Mitglieder des OGV Hohenfels mit vielen Ostereiern geschmückt hatten.