Bockbierfest Markstetten_8 Günther Ott begrüßte mit launigen Worten die im Markstettener Pirzersaal gespannt wartenden Gäste und eröffnete gemeinsam mit Bürgermeister Bernhard Graf sowie seinem Stellvertreter Dietmar Feuerer und natürlich Josef Metz alias "Bruder Josef" das 9. Bockbierfest.

 

In seiner Fastenpredigt erfuhr das Publikum, dass sich  Bürgermeister Bernhard Graf auf dem Weg zu unserer neuen Patenstadt in den tschechischen Wäldern verirrt hat, weil er seinen "Navi" falsch programmiert hatte. "Bruder Josef" erinnerte den Bürgermeister an sein Wahlversprechen, Außensprechtage abzuhalten, dass er immer noch nicht erfüllt hätte.

 

 

"Bernhard für des neie Rathaus gibst du ähn häffä Geld aus
und den Bürgern gengä dabei die Lichter aus
bei jeder Straßenlattern drähst du die zworte Biern its raus
und mir gengä vom Wirtshaus its im finstern nach Haus."

 

Er sorgte sich um den Beginn des Umbaus der Raitenbucher Kirche, "denn hintern Altar dout dä Roimbuchä Messner bald ehn Pforrer dä druckä". Den "Sepp" hinterfragte er, "warum bist nau du its äfrämal äh soäh bräfä Mah, hot deine Gummistiefel ebä its de jung Glöcknere ah?"

 

Vom Bauernpräsidenten wußte er, dass er infolge seiner Vergeßlichkeit sowohl zum falschen Theatertermin nach Hohenfels als auch trotz Urlaub zum Arbeiten nach Regensburg gefahren sei. Er riet ihm, seine Urlaubsplanung einfach in den CSU-Kalender aufnehmen zu lassen, "woußt schou". Der Mirtl Hans, "unser Dorf-Schandär", zog unter Zeitdruck,

 

"äh kurze Hosen schnell nu drüber
wäh ih mouß ja schnell zum Dorfplotz rüber
als er am Spielplatz dann kam an
hot der doch tatsächlich zwoa Unterhosn an."

 

Der Fastenprediger schlug als ideale Besetzung für den Festausschuss Alfons Moser und Reinhold Kollroß als einzige praktizierende Eventmanager des Marktrates aufgrund ihrer Erfahrungen durch Keltensaalveranstaltungen bzw. beim Backofenfest vor. "Karin" warnte er mit den Worten,

 

"du mit dein Frauenbund
mechts unsern Pforrer auf Händen trong
des dät ih mir fei gut überleng
denn unser Pforrer dout doch einiges wegn."

 

Probleme gab es auch mit dem Stromaggregat beim "Ubecks Heisl": "dä Lang Patrick heit doch lang gnouch studiert, owä dasmä vor der Inbetriebnahme des Öl kontrolliert, des hodä zamdn studiern niet kapiert." Den Verlust von vierzig neu erworbenen Gockeln mussten Alois und Resi verschmerzen.

 

"Resi wohrst Du wechä dehne Gockl nu so verwirrt
drum hosde in dä Kirchä beim opfern glei in dä Taschn girrt
ins Opferkörbel soll mä doch äh Geld nei gehm
warum host its du dann ehm Messner bloß äh Gurl gehm?"

 

Mit langanhaltendem Beifall quittierten die Zuhörer die humorvoll kritische Fastenpredigt des "Bruder Josef" und stießen zum Abschluss gemeinsam mit ihm auf den Triumphator an. Für die musikalische Unterhaltung des Abends sorgte das Duo Wolfgang und Christian, die Fahrt zum Oktoberfest gewann Anton Bleier.