Neubau des Rathauses beschlossen.

In der Sitzung des Marktrates am 24. November 2009 fiel eine für Hohenfels historische Entscheidung. Die Markträte beschlossen einstimmig mit 14:0 den Bau des neuen Rathauses.

 

Der Entscheidung war eine dreistündige Vorstellung der Baupläne durch Architekt Edmund Wachter mit seinen Projektanten vorausgegangen, die zu den Fragen der Markträte Stellung nahmen. In der anschließenden fast einstündigen  Diskussion sprachen sich alle Redner für den vorgestellten Eingabeplan aus.

 

 

Das Ingenieurbüro Wachter/Naumann und die Projektanten Orthuber (Statik), Sammel (Haustechnik) und Hiller (Elektrotechnik) stellten die im Detail ausgearbeiteten Rathauspläne vor. Aufgrund des Aufzuges und infolge des Brandschutzes sind einige Änderungen notwendig geworden. Öffentliche Gebäude müssen barrierefrei zugänglich sein. Deshalb musste die Fläche vor dem Aufzug vergrößert werden. Die beiden Giebelseiten dürfen aus Brandschutzgründen keine Fenster besitzen. Um trotzdem ausreichend Helligkeit in den Räumen zu haben, wurden an der Vorder- und Rückseite mehr Fenster eingeplant. Eine Fluchttreppe aus dem Sitzungssaal im Dachgeschoß muss eingebaut werden. Diese Stahltreppe führt von der Gebäuderückseite zum Schneiderberg. Beim ebenerdigen Eingang befindet sich eine öffentliche Behindertentoilette. Alle Räume mit Wasserver- und Entsorgungsleitungen sind im rechten Gebäudeteil untergebracht, um die Leitungslängen kurz zu halten. Eine Festlegung auf die Art der Wärmeversorgung erfolgte vorläufig nicht, da hierzu noch vergleichende Berechnungen vorgelegt werden. Favorisiert wurde eine Fußbodenheizung,  die entweder durch eine Gastherme oder mittels einer Wasser-Wärmepumpe betrieben wird In jedem Fall wird das Gebäude den neuesten Bestimmungen der Energieeinsparverordnung entsprechen.

 

Die reinen geschätzten Baukosten für das Rathaus belaufen sich auf  ca. 733.000 €. Das Rathaus besitzt ein Volumen von ca. 1.710 cbm umbauten Raum und seine Nutzfläche ist etwa 430 qm groß. Insgesamt kostet das Projekt nach der Schätzung des Architekten auf etwa 1,1 Millionen €. Darin sind die vorbereitenden Maßnahmen, Abbruch des alten Rathauses, Gebäudeausstattung, Außenanlagen und die Baunebenkosten, hauptsächlich für Planung  u.a. enthalten. Die Gemeinde Hohenfels erhält eine Förderung von 175.000 € aus dem Konjunkturpaket II für die energetische  Sanierung sowie ca. 60 Prozent der Abbruchkosten, die mit 50.000 € veranschlagt sind, von der Städtebauförderung. Für die gemeinde verbleibt eine Belastung von etwa 900.000 €.

 

Architekt Michael Naumann verglich die Kosten mit einem Einfamilienwohnhaus, dessen Baukosten bei einer Nutzfläche von 200 qm  auch schon bei 400.000 Euro liegen dürften. Da das Rathaus eine doppelte Nutzfläche besitzt und zusätzliche Kosten durch  Abbruch und  behindertengerechten Ausbau sowie Fluchttreppe entstehen, sind die Kosten verhältnismäßig.

 

Da vom Amt für ländliche Entwicklung die Förderung des Wegebaus Hitzendorf - Effersdorf abgelehnt wurde, soll vor einer Entscheidung des Gemeindesrats nochmals mit der Behörde nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht werden.

 

Bürgermeister Bernhard Graf informierte den Marktrat über den Antrag der CFW-CSU-Fraktion auf Erarbeitung eines Konzeptes für die Unterbringung des gesamten Kindergartens im Schulkomplex.