PilgerreiseVon Sonntag, 6. September bis Freitag, 11. September fand die diesjährige Pilgerreise unserer Pfarrgemeinde statt, die 30 Pilgerinnen und Pilger in drei historisch sehenswerte Städte und zu drei bedeutenden Wallfahrtsorten in unseren östlichen Nachbarländern Tschechien und Polen führte.

 


Am Sonntag brachen wir um 10.00 Uhr in Hohenfels auf, und gelangten über Waidhaus, Pilsen, Prag und Brünn schließlich nach Olmütz/ Olomouc, die alte Hauptstadt Mährens.


Am Montag besuchten wir am Vormittag den von weitem sichtbaren Heiligen Berg (Svaty Kopecek) unweit von Olmütz. In der beeindruckenden Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“, die heute noch von Prämonstratensern betreut wird, konnten wir unsere erste Pilgermesse feiern. Anschließend erklärte uns ein freundlicher Theologiestudent mit recht gutem Deutsch die Wallfahrtskirche, und er führte uns auch in die hinter der Kirche gelegene Mariä-Namen-Kapelle – wirklich ein kleines, barockes Schmuckstück!

 

Nach der Mittagspause erwartete uns eine Stadtführung durch die prächtige alte Hauptstadt Mährens Olmütz – das zweitgrößte Denkmalschutzgebiet Tschechiens! Im „Mährischen Salzburg“ (wie man Olmütz auch nennt) besuchten wir zunächst den Wenzelsdom, dann besichtigten wir die Innenstadt mit seinen Brunnen und Plätzen, mit seinem Rathaus (mit seinem 70 m hohen Turm und der großen Astronomischen Uhr) und der imposanten Dreifaltigkeits- bzw. Pestsäule (die größte in der Tschechischen Republik, die auch Eingang in die Weltkulturerbeliste der UNESCO gefunden hat).


Am Dienstag, dem Fest Mariä Geburt, setzten wir unsere Reise fort. Gegen 9.00 Uhr feierten wir Gottesdienst in der Kirche des kleinen Dorfes Wessiedel/Veseli (Heimatort des Vaters von Pfarrer Udo Klösel). Dann führte uns die Reiseroute von Tschechien nach Polen, wo wir am Nachmittag den schlesischen Annaberg erreichten. In der Wallfahrts-kirche feierten wir Gottesdienst zu Ehren der heiligen Mutter Anna. Am Abend erreichten wir Krakau/Krakow, wo wir wieder Quartier bezogen.

 

Am Mittwoch stand zunächst eine Stadtbesichtigung von Krakau auf dem Programm – mit dem Wawel und der dortigen Kathedrale (ehemals Bischofskirche von Papst Johannes Paul II., als er noch Erzbischof von Krakau war), mit dem imposanten Marktplatz (der größer ist als der Markusplatz in Venedig), den Tuchhallen, der Marienkirche und ihrem berühmten Veit-Stoss-Altar und vielen anderen Sehenswürdigkeiten.
Nach dem Mittagessen fuhren wir dann nach Tschenstochau auf den Jasna Gora (den Hellen Berg) wo wir nach einer Kloster-besichtigung in der Gnadenbildkapelle bei der Schwarzen Madonna Gottesdienst feiern durften – für alle wohl ein ganz besonderer Moment unserer Pilgerreise! Und als wir dann am Ende des Gottesdienstes das Lied von der Schwarzen Madonna anstimmten, und all die polnischen Pilger auf Polnisch in unser bzw. „ihr“ Lied einstimmten – da standen so manchem von uns die Tränen in den Augen. Ein wirklich ergreifendes Erlebnis, eine tiefe Erfahrung des Glaubens und der Kirche, die besser als jede Politik die Grenze von Land und Nationalität überwinden können.


Am Donnerstag verließen wir Krakau und fuhren nach Breslau/Wroclaw; wieder (wie schon am Dienstag bei der Hinreise) führte uns unser Weg durch das Oberschlesische Industriegebiet (Kattowitz, Gleiwitz, Beuthen). In Breslau besichtigten wir nach dem Mittagessen zunächst die Innenstadt – mit dem prächtigen gotischen Rathaus auf dem Altstadtmarkt. Nach einer Rundfahrt mit dem Bus machten wir noch Halt auf der Dominsel, wo wir die gotische Kathedrale des Erzbistums Breslau besichtigten. Danach ging es weiter nach Liegnitz/Legnica, wo wir für die letzte Nacht unserer Pilgerreise die Zimmer bezogen.


Am Freitag stand nur noch die Heimreise auf dem Programm, die uns von Liegnitz aus über Görlitz, Dresden, Chemnitz, Zwickau, Hof, Bayreuth und Weiden wieder nach Hohenfels führte, wo wir kurz nach 17.00 Uhr ankamen.
Eine Pilgerreise mit dichtem Programm und vielen Stationen ging zu Ende – aber auch mit einer Fülle von schönen Eindrücken, tiefen Erfahrungen und ergreifenden Erlebnissen, an die so manche Teil-nehmerin, so mancher Teilnehmer wohl noch lange und auch gerne zurückdenken wird!