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Altneihauser FeierwehrkapellnDie Altneihauser Feierwehrkapell'n begrüßte "Hohenfels am End der Welt" mit einem 1 1/8 Tusch und ihr Leiter Norbert Neugirg meinte, " wenn etwas so teuer war, dann findet man es wunderbar."

  

Bei der Vorstellung der Kapellenmitglieder ( Leiter Norbert Neugirg [B-Trompete] , Josef Treml [B-Trompete], Reinhard Stummreiter [große Trommel], Thomas Kießling [B-Klarinette / Tenorsaxophon], Rupert Beer [Tuba], Ludwig Schieder [Steirische Harmonika], Dominic Knott [kleine Trommel], Peter Fuhrmann [ Tenorhorn] und Stefan Schricker [Horn]) betonte er, dass seine Spieler der letzte geschlechtsreife männliche Bestand ihrer Heimat seien. Alle Spieler seien in Unterwäsche der Marke Witt -leicht angerauht- eingekleidet, der Mann an der großen Trommel trage das Modell "HRE", was bedeutet, "nicht mehr viel da, und was da ist, ist im Arsch."

 

Allen lang und legal verheirateten Männern widmeten sie den "Gefangenenchor aus der Oper Nabucco". Danach ging er auf den Oberpfälzer Dialekt und seine Variationen ein. Der in ihrer Heimat bekannte "ou"-Laut habe sowohl die englische als auch die amerikanische Sprache nachhaltig geprägt. Mit mehreren Sprachbeispielen verdeutlichte er seine These: "Wou is mei Bou?" ( = Wofür bezahle ich meine Alimente?"), "Rolling Stones" ( = Nierenkolik), "Guns and roses" ( = Gürtelrose). Ohne das "ou" wäre die Oberpfalz nicht denkbar.

 

In seiner Stoiberparodie meinte er im Hinblick auf das letzte Landtagswahlergebnis, " wir hätten nicht geglaubt, dass wir nachher so dran glauben müssen. Die Wählerinnen und Wähler haben uns die kalte Brust gezeigt und das Hirn.. ähhhh, ähhh die Stirn besessen ..... An uns kommt keiner vorbei, nicht einmal wir selbst. Die Sachpolitik wird immer oberste Minorität haben. Unsere vier Eckpunkte sind, erst der Posten, dann die Person und dann nix mehr.

 

Von den verschiedenen Tänzen ist der "Zwiefache" der hinterfotzigste oder in französisch  "le bouche retour".

 

In seinen Gedanken und Überlegungen zu den Hohenfelser Perspektiven sei der Erholungswert von Hohenfels mit Kufstein vergleichbar. Er ging u.a. auf das Kommunbrauhaus und die Hohenfelser Lückenschwäche ein und schlug nicht ganz uneigennützig vor, die leerstehenden Häuser als Touristen-WC zu vermarkten. Für Pfarrer Udo Klösel hoffte er, damit dieser nicht noch stärker durch seine Aushilfstätigkeit für die Pfarrei  Lupburg, dass es die Lupburger Rakete nicht zerreißt.

Die frenetisch geforderten Zugaberufe kommentierte der Kommandant mit "Was wollen sie denn  für die lumpigen 17 € noch alles haben?!" und setzte mit einem 1 1/128 Tusch am Freitag und mit einem 1 1/256 Tusch am Samstag den krönenden Schlusspunkt.

 

Ihre Ankündigung zu Beginn der Veranstaltung, "sie spielen so, wie sie aussehen", hielten die Wehrmänner der Altneihauser Feierwehrkapell'n doch nicht , was manchen beigeisterten Zuhörer sinnieren ließ, dass zum Glück doch wohl mehr die innere Schönheit gemeint war.

 

Den Hohenfels betreffenden Text stellte der Autor Norbert Neugirg, freundlicherweise für die Leser von "Täglich aktuell aus dem Hohenfelser Land" zur Verfügung. Ihre Leiter charakterisierten die Spieler mit den Zeilen "Wer die Arbeit nicht so gern verrichtet, der setzt sich hin und dichtet".