Mit etwas Verspätung wegen einer Umleitung in dBegrüßung in Strašiceer Kreisstadt Rokycany (Rokitzan) erreichte der Hohenfelser Bus die Partnergemeinde Strašice. Bürgermeister Jiří Hahner konnte fünfzig Gäste aus dem Hohenfelser Land im neuen renovierten Gemeindehaus begrüßen. Nach dem Austausch der Gastgeschenke mit Bürgermeister Bernhard Graf lud der Gastgeber zu einem reichhaltigen Frühstücksbuffet ein.

 

Das Programm bis zum Mittagessen führte die Gäste in das vor einem Jahr restaurierte Museum. Das Gebäude war ebenso wie das Gemeindehaus, die sich alle auf dem Gelände des  ehemaligen russischen Kasernenbereichs befinden, der Kommune von dem tschechischen Verteidigungsministerium überlassen worden. Nach den Ausführungen des Museumsleiters Dr. Martin Lang handelte es sich um "Sommerkasernen", die nur in der warmen Jahreszeit (Frühling und Sommer) genutzt wurden.

 

In den Kasernen waren seit 1949 russische Offiziere der Fermelde- und Panzergrenadiereinheiten untergebracht. Die vereinzelten Holzgebäude datieren noch aus der Zeit von 1935. Nach dem Ende der ersten Republik dienten sie Wehrmachts- und SS-Offizieren als Quartier. Für Interessierte gibt es die Möglichkeit, in den Räumlichkeiten zu übernachten.

 

Das Museum selbst präsentiert vor allem Objekte der aus der Militärgeschichte, aber auch die Ortsgeschichte und zahlreiche naturkundliche Exponate auf zwei Etagen. Parallel zur Museumsführung besichtigte die zweite Hälfte der Hohenfelser die Einrichtungen der örtlichen Feuerwehr.

 

Zum Mittagstisch gab es leckeren Entenbraten mit dreierlei Knödeln (Böhmische, Kartoffel- und Semmelknödel) und Blau- und Sauerkraut. Danach besuchte ein Teil das 19. Kirchenkonzert, das vor allem durch Jiří Kantor organisiert wurde, der in der kleine Kirche auch die Künstler Jana Koucká-Bínová (Sopran), František Svejkovský (Trompete) und Vladimír Roubal (Orgel) vorstellte. Ein lang anhaltender Applaus belohnte die jungen Künstler aus Prag für ihre gelungenen Darbietungen.

 

Von der Kirche führte ein kleiner Fussweg zur ZŠ Karla Vokáče (Karla-Vokáče-Schule), die anschließend die stellvertretende Direktorin  Věra Peterková den Gästen zeigte. Die Schule besitzt neun Klassen und wird derzeit von 300 Schülern besucht. Mit Hilfe der EU wurde die Schule in den vergangenen Jahren grundlegend saniert und mit den Erfordernissen für einen zeitgemäßen Unterricht (Beamer usw.) ausgestattet. Die Schule verfügt auch über ein stattliches Terrarium, das am Wochenende sogar für die Bevölkerung geöffnet ist.

 

Zum Abschluss gab es Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus und Bürgermeister Bernhard Graf bedankte sich für die großartige Gastfreundschaft. Als Dolmetscherin fungierte Šárka Kuthanová aus Pilsen , die an einer dortigen Schule Deutsch unterrichtet. In Tschechien lernen alle Schüler ab der 7. Klasse die deutsche Sprache.

 

 

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