Gemeindesaal in StrašiceGegen zehn Uhr startete der Bus zum ersten Auslandsauftritt der Kolping-Jugendblaskapelle in der Partnergemeinde Strašice, nachdem zuvor Instrumente und Reisegepäcks verladen worden waren. Die Autobahn A6 führte bei Vohenstrauß durch eine infolge der Sonnenstrahlen glitzernde Schneekristalllandschaft und mancher fragte sich insgeheim, wie hoch wohl der Schnee in Strašice sein werde.

Nach einer eineinhalbstündigen Fahrt passierte der Bus das Rathaus von Strašice und die Fahrtteilnehmer wurden im „Společenský dům“ (Gesellschaftshaus) von Gemeinderat Jiří Kantor, Pavla Hrazdilová und Alena Kožíšková vom Partnerschaftskomitee begrüßt. Im Anschluß an das gemeinsame Essen besichtigten wir Museum, das nur einen Katzensprung entfernt war.

Zwischen 1920 und 1990 wurde das Gebiet um Strašice militärisch genützt. Nach dem Rückzug der Armee wurde die Kommune Eigentümer der Kasernen. Das Museum ist in zwei Gebäuden untergebracht, einer ehemaligen Villa und einer früheren Holzbaracke aus den 30iger Jahren. In den Ausstellungen dominiert die Ortsgeschichte, die mit Eisenerz in enger Verbindung steht, und die Militärgeschichte. Ein Teil der Museumsbaracke bietet eine spezielle Übernachtungsmöglichkeit für 18 Personen im Erdgeschoß, die die Zeit der ersten tschechischen Republik wiedererstehen läßt. Die Teilnehmer wurden von Dr. Martin Lang und Dr. Josef Buřič durch die sehr interessant gestalteten Austellungsräume geführt.

Höhepunkt war natürlich das gemeinsame Konzert der von Ivo Čermák geleiteten Band „Strašická Pohodovka“ und der Kolping-Jugendblaskapelle Hohenfels unter Leitung von Patrick Siebenborn. Pavla Hrazdilová begrüßte für das Partnerschaftskomitee die zahlreichen Zuhörer, für die Übersetzung in die deutsche Sprache war Petr Kostner von der Lev-von-Rozmital-Stiftung zuständig. Den Auftakt machte die Hausherrin „Strašická Pohodovka“ mit dem Gesangspaar Martin Henyš und seiner Tochter Barbora Henyšova. Nach der Pause stellte Dietmar Feuerer die Hohenfelser Kapelle den begeisterten Zuhörern vor. Am Ende der Veranstaltung bedankte sich zweiter Bürgermeister Ing. Karel Šnaiberk bei beiden Kapellen und überreichte Dietmar Feuerer ein Foto mit den Spielern der „Strašická Pohodovka“. Mit Standing Ovations und vielen Zugaben klang das herrliche Konzert nach zweieinhalb Stunden aus.