SchießstättkapelleDie Kapelle "Der gegeißelte Heiland in der Wies" sog. "Kapelle auf der Schießstätte" am Fuße des Kalvarienberges gelegen, wurde im 18. Jhd. erbaut. Der kleine Bau mit seiner Flachdecke und dem halbrund geschlossenen Chor, der vom Langhaus architektonisch nicht getrennt ist, weist nur einen Tragaltar auf.
 
Dieser Altar, den 2 Säulen und 4 Figuren flankieren, enthält einen Schrein mit der Figur des gegeißelten Heilandes, sogenannter "Christus in der Wies". Statt der Predella des Altartisches sehen wir hier vollrund gearbeitete Halbfiguren der Armen Seelen im Fegfeuer, eine Arbeit aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Vor etwa 10 Jahren diente die Kapelle, die 1750 benediciert wurde, noch als provisorisches Leichenhaus. 1968 konnten wir diese gefällige Kapelle im Innern fertigrenovieren.
 
 
Der Altar mit dem Heiland an der Geißelsäule, den beiden Figuren der Kreuzigungsgruppe und dem Armenseelen-Relief ist echt empfundene barocke Volkskunst und eine besonders gut gelungene Arbeit des Malermeisters Adalbert Spitzner, Parsberg. Lediglich in der Allerseelenwoche wird dort das hl. Opfer gefeiert und der Alierseelenrosenkranz gebetet. Daneben dient die Kapelle alljährlich seit 1969 am Palmsonntag als Stations- und Versammlungskirche zur Palmweihe und somit als Ausgangspunkt der in den wenigen Jahren gut eingebürgerten großen Palmsonntags-Huldigungsprozession zur Pfarrkirche.