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Das Geschlecht der Hohenfelser stammt wohl ab aus einer uralten Regensburger Familie, mit welcher seit hundert Jahren, die ersten bischöflichen Hofstellen besetzt gewesen sind. Der Name von Hohenfels taucht zuerst auf in den Listen des Regensburger Domkapitels und in den nicht sehr zuverlässigen Turnierbüchern im 11. und 12. Jahrhundert, urkundlich erst 1200.

Im folgenden sollen nur die Geistlichen und Ordensangehörigen des Hohenfelser Adelsgeschlechtes Berücksichtigung finden. Zum erstenmal finden wir einen Grafen von Hohenfels im Verzeichnis der Regensburger Bischöfe bei Paricius XI Conradus Graf von Hohenfels, kam ins Bistum Anno 936 und hat nur 6 Monate regiert. Janner dagegen nennt in seiner "Geschichte der Bischöfe von Regensburg" zu dieser Zeit den Abtbischof Isangrim (930 - 942).

1060 lesen wir bei Hundt von einem "N. de Hohenfels" als Dekan zu Regensburg. 1167 war Berthold von Hohenfels Domherr in Regensburg. 1291 steht bei Paricius in der Liste der Domherren ein Heinrich von Hohenfels als Probst zu Spalt (1295 - 1314).

Nach dem Schematismus der Diözese Eichstätt war Albert I. von Hohenfels (1344-1351) Bischof von Eichstätt. Er war aber nie rechtmäßiger, d.h. vom Papst Johann XXII. anerkannter Bischof von Eichstätt; allein Kaiser Ludwig wollte ihn als solchen in Eichstätt wissen, und so fand sich der eigene Metropolit Erzbischof Heinrich von Mainz bereit, selbst suspendiert, den Gewählten zu inthronisieren.

1351 von Papst Clemens VI. abgesetzt, starb Albert 1355 Im hohen Alter und wurde im Dom beigesetzt. 1390 erscheint bei Paricius und Hundt als letzter Domherr aus dem Geschlecht der Hohenfelser Ulrich von Hohenfels. Relativ häufig treten die Hohenfelser im 12. und 13. Jahrhundert durch fromme Stiftungen und Schenkungen in Erscheinung. U.a. gründete 1224 Ritter Konrad von Hohenfels auf seinem Gute zu Pollenried ein kleines Nonnenkloster (Syechenanstalt), das die Brüder Konrad und Heinrich, samt ihren dortigen Besitzungen schon 1240 an das neugegründete Cisterzienserinnenstift Pielenhofen abtraten, welches dieses mit sich vereinigte. Daher sind die Hohenfeiser auch den Gründern des Klosters Pielenhofen beizu-zählen. Im jetzigen Klostergarten hatten sie ihre Begräbnisstätte.

1322 findet sich in diesem Kloster eine Nonne Hedwig von Hohenfels. Noch ein anderes oberpfälzisches Kloster verdankt den Hohenfelsern seine Entstehung, Seligenporten. Adelheid von Hohenfels, wahrscheinlich die Schwester der genannten Brüder Konrad und Heinrich, gab einigen frommen Schwestern, die sich unter einer Meisterin in Neumarkt und später in Pilsach zur frommen Lebensgemeinschaft zusammengefunden hatten, eine Hofstätte, sowie 11 Höfe in der Gegend des heutigen Seligenporten. Etwas später, 1403, kam sogar eine Äbtissin dieses Klosters aus der Familie der Gründerin, nämlich Cäcilia von Hohenfels. Aber nicht nur in der näheren und weiteren Umgebung von Hohenfels machte die Hohenfelser Herrschaft, seit 1230 nunmehr Ministeriale der Regensburger Bischöfe, durch Stiftungen und Schenkungen auf sich aufmerksam; auch für ihr Herrschaftsgebiet wurden sie zu Gründern, nämlich zu Gründern der Pfarrei.

Die Burgkapelle, die dem Hl. Nikolaus geweiht war, bildete wohl den Anfang kirchlichen Lebens. Für ihre, am Fuß des Berges angesiedelten Grundholden, erbaute die Hohenfelser Herrschaft ebenfalls eine Kapelle, die dem Hl. Ulrich geweiht war. Die Seelsorge dürfte aber zu dieser Zeit noch von Beratzhausen aus - einer bischöflichen Urpfarrei - getätigt worden sein. Wohl im 12. Jahrhundert gründeten dann die Hohenfelser für ihr Herrschaftsgebiet eine eigene Pfarrei. Ein Konrad von Hohenfels soll, der Überlieferung nach, der Gründer gewesen sein.

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