Coronabedingt musste die Marktratssitzung erstmals im Keltensaal verlegt werden, um die notwendigen Mindestabstände berücksichtigen zu können. Eingangs gratulierte Bürgermeister Bernhard Graf seinem Nachfolger und den Markträten zur Wahl.
 
Der Antrag auf Neuerrichtung einer Lagerhalle in Ammelacker, die Genehmigung zum Neubau eines Wohnhauses mit Garage in der Asamstraße sowie der geplante Abbruch eines Wohnhauses und Neubaues zweier Garagen in der Schneidergasse wurde durch das Gremium genehmigt. Keine Einwände gab es auch gegen die beabsichtigte Errichtung eines Nebengebäudes im Sterzenbach und gegen die beantragte Nutzungsänderung für ein Gebäude als Geschäftsraum in Raitenbuch gab es keine Einwände.
 
Über die Rechnungsprüfung für das Kalenderjahr 2019 berichtete der Vorsitzende des Prüfungsgremiums Stefan Spandl; Beisitzer waren Marianne Steuer und Albert Vogl. Mehrere Überschreitungen der Haushaltsansätze wurden moniert, u.a. für die Bereiche Datenverarbeitung und Mittagsbetreuung. Der Mehrkostenaufwand konnte geklärt werden. Nach dem Prüfungsbericht genehmigte der Marktrat alle überplanmäßigen und außerplanmäßigen nachträglich und erteilte einvernehmlich die Entlastung.
 
Vor der Beratung und Beschlussfassung über den Haushaltsplan 2020 wurden die Anträge von Marktrat Bernhard Birgmeier behandelt. Er wünschte die Erhöhung des Haushaltansatzes von 5.000 € auf 25.000 € für die Planung eines neuen Baugebietes. Weiterhin verlangte er die Reduzierung der für den sozialen Wohnungsbau veranschlagten Kosten über 150.000 € auf lediglich 10.000 € für die Markterkundung und statt der für den Fiedhofsumgestaltung angesetzten Kosten von 55.000 € auf 30.000 €. Ebenso meinte er, dass statt des Ansatzes von 800.000 € für die Sanierung des BRK-Heimes ein Betrag von 150.000 € ausreichend wäre. Die Änderungsanträge wurden mehrheitlich abgelehnt. Anschließend wurde einvernehmlich der Haushalt 2020 verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt beziffert sich auf 4,32 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt auf 2,89 Millionen Euro. Die Kassenkredite wurden wie bisher auf 500.000 € festgesetzt. Die Kassenkredite über jeweils 250.000 € wurden bei Sparkasse und Raiffeisenbank dementsprechend um ein Jahr verlängert.
 
Der Sportverein und die Volkstanzgruppe erhalten zu ihren runden Vereinsjubiläen eine Zuschuss in Höhe von 1.500 € bzw. 250 €. Die Unterstützung ist jeweils davon abhängig, dass die Feste auch stattfinden.
 
Bei der FFW Großbissendorf hatten der bisherige Kommandant Hubert Feuerer und sein Stellvertreter Michael Fruth aufgehört. Zu ihren Nachfolgern waren am 6. März Roman Kitzler und Markus Binner gewählt worden. Ihre Wahl bestätigte der Marktrat einstimmig.